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Presseberichte 2007

Willkommen
 


Erstmals Blutspende im Schloss

Der DRK-Blutspendedienst hat vorgestern zum Weltblutspendetag erstmals im Schloss Netzschkau Station gemacht. Der Chef des DRK-Kreisverbandes, Ulrich Köhler (rechts), begrüßte als Schirmherr gemeinsam mit Petra Steps (links) vom Schloss-Förderverein die erste Spenderin: Ramona Schürer. Am Nachmittag besuchten vor allem Familien das Schloss: Neben der Blutspende wartete die Sonderausstellung „Räuber& Gendarm". Das Haus war dekoriert - mit Schlossgespenst, Zauberhüten und gruseligen Requisiten.

Freie Presse 16.06.2009



Netzschkauer Schloss knistert vor Spannung

Zur vierten Netzschkauer Kriminacht stellen
sich sieben profilierte Autoren vor - Zuschauer von Texten begeistert

Netzschkau. „Es war prima. Wir kommen wieder. Es gibt in unserer Gegend nichts Vergleichbares." Des Lobes voll war Michael Schliwa aus Buchloe am Samstag zur vierten Kriminacht im Netzschkauer Schloss. Der Arzt aus dem Ostallgäu hat zusammen mit seiner Frau Dagmar, die als Schulleiterin tätig ist, bisher keine Auflage der Kriminacht ausgelassen.
Die Schliwas waren 2006 durch die Ellefelder Verwandtschaft auf den Lesemarathon hingewiesen geworden. Die mit 90 Gästen bestens gebuchte Veranstaltung - dieses Mal Teil der vom Schloss-Förderver-ein veranstalteten Vogtländischen Krimitage - hielt wieder mehrere parallel laufende Leserunden und einen gemeinsamen Abschluss auf dem Fechtboden bereit.
Die von Projektleiterin Petra Steps gewonnenen zwei Autorinnen und fünf Autoren standen jeweils für eine andere Seite der spannenden Literatur. Maren Schwarz aus Rodewisch las brillant geschriebene Kurzkrimis. Demgegenüber stellte die aus Böhmen stammende, seit 1969 in Deutschland lebende Helena Reich mit „Nasses Grab" einen Roman vor, der ganz vom großen erzählerischen Atem lebt.
Während der bei Plauen beheimatete gebürtige Auerbacher Jörg Seidel mit „Der Tod des Diogenes" tief in philosophische Gefilde vordrang, widmete sich der mit Qualitäten eines Entertainers begabte Autor Peter Godazgar kriminellen Machenschaften im Kleintierzüchter-Milieu. Betont sachlich gab sich der
Berliner Klaus Behling, der penibel recherchierte dunkle kriminelle Seiten des ehemaligen DDR-Ministeriums für Staatssicherheit beleuchtete. Die stilistisch vielleicht mutigste Spielart vertrat der Leipziger Henner Kotte, der bei seinen unter Jugendlichen spielenden Geschichten keine Bogen um Härten aller Art machte. Thomas Kastura bestritt die Abschlusslesung. Er stellte - bestens unterstützt von der Reichenbacher Musikschülerin Julia Zippel am Saxofon - seinen Roman „Das dunkle Erbe vor", in dem traditionelle Krimitugenden gekonnt mit modernen filmischen Elementen verknüpft werden.
Zum Rahmenprogramm gehörte der als Sherlock Holmes kostümierte Gregor Steps (10) aus Lambzig. Er war ebenso das vierte Mal mit von der Partie wie die Rodewischerinnen Isabel Schwarz (18) und Elisa Wolf (18), die - augenzwinkernd als Krimileichen „hergerichtet" - an einem der Getränkestände wirkten. Bewährter Partner in der Kriminacht war die Vogtländische Buchhandlung aus Reichenbach.

Freie Presse 15.06.2009 (Text: Volker Müller)



Würger hält Krimifans in Atem

Schriftstellernder Kriminalistik-Professor Hans Girod
stellt im Amtsgericht spektakuläre Fälle der DDR vor

Auerbach. Auch die vorletzte Ver anstaltung der Vogtländischen Krimitage hat eine Vielzahl „Schaulustiger" an den „Tatort" gelockt: Der befand sich diesmal im Auerbacher Amtsgericht. Proppenvoll war der Sitzungssaal am Mittwochabend, als einer der spektakulärsten Fälle in der DDR-Kriminalgeschichte näher beleuchtet wurde: der „Würger von Plauen." Jener Serientäter überfiel zwischen 1982 und 1987 unweit vom heutigen Klinikum nachts neun junge Frauen und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit.
Als Akteur hatte das Amtsgericht Hans Girod eingeladen. Ehemals Professor für Spezielle Kriminalistik an der Humboldt-Universität Berlin, schilderte er die Taten, skizzierte Täterprofil und -psyche, gab Einblicke in die Ermittlungsmethoden und band den Fall in die gesellschaftlichen und politischen Umstände jener Zeit ein.
Der Berliner Experte war damals an den Ermittlungen beteiligt - und hatte mit dem unbekannten Täter zusammengearbeitet. Denn der Gesuchte war selbst Kriminalist und spielte auf diese Weise jahrelang Katz und Maus mit seinen Kollegen.
Die Bevölkerung musste sich damals mit „Buschfunk"-Nachrichten zufriedengeben. „Ein Fahndungsfoto in der Presse und einige wenige Zeilen nach der Überführung des Täters", mehr habe damals nicht in der Zeitung gestanden, blickt Girod zurück. Demzufolge waren die Erinnerungen beim gespannt lauschenden Publikum allenfalls vage. Vielen war der Fall gänzlich unbekannt. Und so rissen die Fragen an den Kriminalisten während der anschließenden Diskussion nicht ab. Etwa 130 Tötungsdelikte hat es in der DDR pro Jahr gegeben, berichtete Girod. Morduntersuchungen seien mit Akribie geführt worden und die Aufklärungsquote deshalb hoch gewesen. „Die Kriminalitätsrate war insgesamt vergleichsweise niedrig. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir geschlossene Grenzen hatten und ein umfassendes Sicherheitssystem", so der Ex-Kriminalist
Hans Girod, der am Rande auf einige ähnliche Fälle in der DDR-Geschichte einging, befasst sich seit seiner Emeritierung hobbymäßig mit Täterprofiling. Die wichtigsten Geschichten wie die des „"Würgers von Plauen" und des „Ekels von Rahnsdorf" hat der inzwischen 72-Jährige in Büchern veröffentlicht. Sein Anliegen ist es, „Informationslücken zu füllen und die berechtigte Neugier der Menschen zu befriedigen."

Stichwort: Der Würger von Plauen
Zwischen Juni 1982 und Februar 1987 versetzen mysteriöse Verbrechen die Plauener in Angst und Schrecken: Ein Mann fiel nachts in unregelmäßigen Abständen im Osten der Stadt über Frauen her, warf sie zu Boden und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Nur knapp entrannen die zwischen 17 und 45 Jahre alten Opfer dem Tod. Die Ermittlungen liefen ins Leere. Anfang 1987 schlug der Täter erneut zu. Wenig später konnte er gefasst werden. Licht ins Dunkel brachte ein von seiner Ex-Frau entdeckter Koffer, in dem er den Opfern entnommene Wertsachen aufbewahrte. Das Verfahren war zum damaligen Zeitpunkt bereits eingestellt worden, da lange Zeit kein derartiges Verbrechen mehr verübt worden war. Als „Würger von Plauen" entpuppte sich ein damals 33-jähriger Offizier der Kriminalpolizei. Er hatte am eigenen Fall mitgearbeitet und seine Ergreifung somit lange Zeit erfolgreich verhindert. Am 7. März 1988 wurde der zweifache Vater, den sexuelle Motive und das Ausleben von Machtgefühlen antrieben, wegen schwerer Körperverletzung in neun Fällen zu zwölf Jahren Haft verurteilt. (dien)

Freie Presse 12.06.2009 (Text: Sylvia Dienel)



Bei den Krimitagen fließt wirklich Blut

Netzschkau. Mit einem „Mordsspektakel" gehen am Sonntag auf Schloss Netzschkau die Vogtländischen Krimitage zu Ende. Von 12 bis 17 Uhr können dort nicht nur die Sonderausstellungen zum letzen Mal besucht werden, sondern der DRK-Blutspendedienst lässt bei einer Blutspende dort wirklich Blut fließen. Anlass ist der Weltblutspendetag, zu dem es für die Gäste einige Überraschungen gibt. Gruselschminken und Armbrustschießen für Kinder sind genauso wie eine Bastelstation im Angebot. Am Samstag, 18 Uhr, geht die Lesenacht mit den Autoren Helena Reich, Maren Schwarz, Klaus Behling, Peter Godazgar, Thomas Kastura, Henner Rotte, Jörg Seidel und auch einem Mordsimbiss über die Bühne. Einige Restkarten sind noch erhältlich.

Freie Presse 11.06.2009



DRK-Blutspende auf Schloss Netzschkau

Netzschkau. Zum Abschluss der Krimitage auf Schloss Netzschkau fließt dort kommenden Sonntag am Weltblutspendertag richtiges Blut für den guten Zweck. Die DRK-Blutspende findet von 12 bis 17 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Schlosses statt, verbunden mit einem Familienprogramm. Gruselschminken, Arm-brustschießen, Bastelaktionen erwarten die jugendlichen Begleiter. Für Blutspender gibt es eine kostenlose Führung durch die Sonderausstellungen des Schlosses. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Freie Presse 10.06.2009



Krimiabend am Amtsgericht

Auerbach. Besonders spannend zu werden verspricht es morgen Abend im Amtsgericht Auerbach, dann machen dort die Krimitage Vogtland Station. Ab 18 Uhr wird Professor Hans Girod tatsächliche DDR-Kriminalfälle fesselnd und anschaulich darstellen - so wie sie passierten, so wie sie ermittelt wurden. Es werden nicht nur die Tathergänge rekonstruiert, sondern auch immer die jeweilige Täterpsychologie beleuchtet. Hans Girod war bis 1994 Hochschuldozent für Spezielle Kriminalistik an der Humboldt-Universität Berlin. Er hat für ein Buch zahlreiche Verbrechen und Verbrecher aus dem Osten zusammengetragen. Wer war zum Beispiel der „Würger von Plauen"? So lautet der Titel seines Buches, aus dem er in Auerbach vortragen wird. Spannender als die Wirklichkeit kann kein Krimi sein. Der Eintritt ist frei. Für Platzreservierungen kann man sich ans Amtsgericht unter Ruf 03744 839-301/-302 wenden.

Freie Presse 09.06.2009



Mordsmäßiger Abenteuertag im Schloss

Schüler der Weinhold-Grundschule Reichenbach
begeben sich im Rahmen der Vogtländischen Krimitage
in Netzschkau auf Entdeckungstour

Netzschkau. Kindertag einmal anders: Rund 140 Schüler der Reichenbacher Weinhold-Grundschule haben gestern im Rahmen der Vogtländischen Krimitage im Netzschkauer Schloss einen mordsmäßigen Abenteuertag erlebt. Staunen, Lernen und Mitmachen waren angesagt. Die Begeisterung der Kinder war für Organisatorin Petra Steps der schönste Lohn.
Im Obergeschoss deutete alles auf ein Verbrechen hin. Wolfgang Sendzik, Polizeibeamter im Ruhestand, und Barbara Wechler vom Schloss-Förderverein hatten hier einen „Tatort" aufgebaut. Eine Schaufensterpuppe verkörperte das auf dem Boden liegende Opfer. Für die meisten Kinder war sofort klar: „Da ist ein Mord passiert." Doch die akribische Spurenanalyse ergab etwas anderes: Das Opfer war beim Putzen mit dem Staubwedel unglücklich vom Stuhl gestürzt. Also ein tragischer Unfall. Dazu hatte Sendzik allerhand Utensilien zur Spurensicherung', mitgemacht. Natürlich durften die Kinder auch mal ihre eigenen Fingerabdrücke abrollen. Und sie erfuhren, wie man Geheimschrift sichtbar machen kann.
Auf dem rustikalen Fechtboden unterm Dach empfing der Leipziger Schriftsteller und Liedermacher Steffen Mohr die Kinder. Er las aus seinen im Loewe Verlag erschienenen „Rätselkrimis" und lud mit Liedern /in Gitarre zum Mitmachen ein. Das nahmen die Mädchen und Jungen gern an. „Das war super", stand für Paula (10) fest. „Auch das Singen wie bei ,Suse, liebe Suse' hat Spaß macht", fand Filip (10). Für Mohr, dessen bewegtes Leben „zwei Ehen, sieben nachweisliche Kinder, drei Auftrittsverbote und 13 Spitzel" ausweist, ist die Arbeit mit Kindern etwas ganz Besonderes. „Ich setze vor allem auf ihr Mitdenken. Dazu sind Krimis hervorragend geeignet. Leider haben sie im Deutschunterricht noch nicht den Platz, den ich mir wünschen würde", erklärte er. Er, freute sich daher, dass das Projekt in Netzschkau über die Landeslesekarawane des Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen gefördert wird.
Im Saal des Schlosses hatte derweil Polizeihauptkommissar Steffen Claus Quartier bezogen. In Sachsen-Anhalt als Kinderpolizist tätig, hat er die „Agentur Schutzengel" gegründet. Sein Anliegen: Den Kindern spielerisch beibringen, wie sie Gefahrensituationen meistern. Fast jeden Wochentag ist er dazu in Kindertagesstätten, Grundschulen und bei Elternabenden präsent. Eine ganze Armada an Handpuppen hilft ihm dabei. So auch gestern: So lernten die
Kinder, wie Dornröschen, Schneewittchen oder die sieben Geißlein schwer wiegende Fehler begehen, das tapfere Schneiderlein dagegen Vorbild sein kann. Steffen Claus hielt die Kinder dazu an, Verbote zu beachten, nie mit jemandem mitzugehen oder mitzufahren, ohne dass die Eltern davon wissen, und bei Gefahr laut „Nein!" zu rufen. Zum Schluss erhielten alle ein Malheft mit Tipps fürs Internet, wo leider auch so manche Gefahr lauert.
Lustige Spiele im Schlosshof sorgten zudem für Kurzweil. „Für unsere Kindertagsveranstaltung hätten wir uns nicht Besseres wünschen können", sagte Schulleiterin Carla Starke und ergänzte: „Die Kinder lernen zum einen das Netzschkauer Schloss kennen, erfahren zum anderen, wie sie sich bei Gefahren im Alltag verhalten sollten, und werden schließlich auch noch zum Lesen animiert. Das schöne Wetter haben wir natürlich extra bestellt."

Freie Presse 03.06.2009 (Text: Gert Betka)



Krimitage im Vogtland

Szenische Lesung im Rittersaal von Schloss Voigtsberg -
Stück spielt in zwei Räumen - Publikum wird einbezogen

Oelsnitz.  Auf Schloss Voigtsberg passierte am Samstagabend ein Mord und 70 Frauen und Männer waren Zeuge, wie er aufgeklärt wurde. Der Mord war natürlich nicht echt, sondern basierte auf der Erzählung von Agatha Christies "Zeugin der Anklage". Die szenische Lesung dazu war eine Veranstaltung während der "Krimitage Vogtland". Sie dauern noch bis zum 13. Juni, und werden vom Förderverein Schloss Netzschlau organisiert.

Nach den "Erotischen Märchen", die vor einem Monat an gleicher Stelle vorgetragen wurden, kam auch diese Kriminalgeschichte bei den Besuchern gut an. Was Eva-Maria Müller von der Stadtmarketing und Tourismus GmbH freute. Sie kündigte deshalb weitere Lesungen an. "Zeugin der Anklage" gibt es auch als Film, in dem Charles Laughton und Marlene Dietrich die Hauptrollen spielen. Wer ihn kannte, kannte also auch den Inhalt. Und wer nicht, der ließ sich von der in sich verschachtelten Geschichte überraschen. Beide Klientel wurden überrascht, denn zum einen fand die Lesung in zwei Räumen statt, was ungewöhnlich ist, und zum anderen wurde das Publikum mit einbezogen. Zwei Besucher wurden dafür mit einem kleinen Preis belohnt. Gekonnt gestalten die Schauspieler Polina Bachmann, Angelika Koppmann, Peter Kampschulte, Ralf Hocke und Thomas Schindler die szenische Lesung.


Stimmen

Sabine Schmidt, Berlin:  Mir hat es gefallen, ich mag Krimis. Gut fand ich, dass das Publikum miteinbezogen wurde und die Vorstellung in zwei Räumen stattfand. Und dass ich auch noch das Buch "Mords-Sachsen" gewonnen habe, ist eine zusätzliche Überraschung. Ich stamme nämlich aus Dresden - das passt doch.

Diana Steiniger, Oelsnitz:  Ich bin Krimi-Fan. Obwohl Agatha Christie nicht so mein Fall ist, hat es mir gefallen. Ich dachte, es ist heute Abend nur eine Lesung, dabei war schon fast ein Theaterstück.

Manuela Sittig, Klingenthal:  Das Stück wurde gut gespielt, es passte auch ins Schloss. Mich hat überrascht, wie die Geschichte ausgegangen ist. Ich hatte eigentlich die Frau in Verdacht.

Freie Presse 19.05.2009 (Text: Eckhard Sommer)



Bundesminister gerät auf Gartenschau in Krimispiel

„Ausgetickt im Grünen": Rettungswagen rasen - Person regungslos am Raumbach-Ufer - Schauspieler ermitteln zur Freude der Zuschauer

Reichenbach. Die Vogtländischen Krimi-Tage auf der Landesgartenschau: spannend und spektakulär. Ein Rettungswagen mit Blaulicht raste am Freitag heran. Eine Gruppe Schaulustiger sammelte sich um einen regungslos am Raumbach-Ufer liegenden Mann. Zwei in Schutzanzüge gekleidete Damen der Spurensicherung haben ein Absperrband und ein Ermittler den Umstehenden neugierige Fragen gestellt.
„Ausgetickt im Grünen", hieß das Krimi-Mitmach-Spiel, an dem sich fast 50 Krimifreunde und Schaulustige beteiligten. Sie kamen aus dem Vogtland, aber auch aus Bayreuth wie Sonja Muche, die sich den Termin extra ausgewählt hatte und mit ihrem Freund voller Spannung auf den Lauf der Dinge wartete.
Ein Krimi-Spiel, geschrieben für die Gartenschau, das dürfte es zuvor bei keiner derartigen Veranstaltung gegeben haben. Da ist sich Mitarbeiterin Anja Dehmel sicher. Grundlage war ein Kurzkrimi der Rodewischer Autorin Maren Schwarz, das Schreiben des Drehbuches und die Organisation übernahmen Carsten und Petra Steps. Wichtigste Person im Spiel war der von Peter Kampschulte (Theater Hof) verkörperte Ermittler. Der Kommissar begleitete die Mitmach-Gruppe, befragte Zeugen und Verdächtige, sprach mit Gästen, Darstellern und Passanten. Er führte die Gruppe vom Tatort, wo der verletzte Präsident einer fiktiven Veranstaltungsgesellschaft (Udo Petschke) gefunden worden war, bis zur Auflösung des Spiels im Wasserwerk.
Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins Lengenfeld, waren echt: Sie hatten für das Spiel ein Krankentransport-Fahrzeug benutzt. Als weitere Spielorte dienten die Mustergrabanlage, bei der sich die Witwe des Präsidenten (Maren Schwarz) aufhielt und der Pink Pool, wo Miss Apfelblüte (Anke Baaße) in einem Strandkorb ruhte. Unterwegs trafen die Mitspieler auf den Pathologen (Florian Steps) und auf die Spurensicherung (Nadja Spitzner und Liv Rüger). Vorletzte Station war der Platz vor der Kirche, an dem sich gerade auch der ebenfalls echte Bundesminister Thomas de Maiziere (CDU) aufhielt. „Als das Martinshorn ertönte, war ich ganz schön erschrocken, aber dann fiel mir ein, dass alles nur Spiel ist", sagte Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU), der den Gast begleitete.
Die Akteure bekamen jede Menge Applaus. Peter Kampschulte hatte gesagt, dass es vor dem Spiel noch nicht einmal eine Probe gegeben hatte, bei der alle zusammentrafen. Er hatte unterwegs ständig improvisiert und die Gäste bei Laune gehalten. Gäste fragten, wann es wieder so ein Spiel gibt. „Der Aufwand dafür ist sehr hoch, deshalb haben wir zurzeit keine Wiederholung geplant", so Carsten Steps.

Freie Presse 19.05.2009



Echtes Blut fließt erst nach den Krimitagen

Spender dürfen im Netzschkauer Schloss mit ihren
Familien kostenlos Sonderausstellungen ansehen

Reichenbach. Wenn die Krimiautoren und Gäste des „Mordsspektakels" der Vogtländischen Krimitage das Netzschkauer Schloss verlassen haben, wird in dem Gemäuer echtes Blut fließen. Am 14. Juni findet dort eine Blutspendeaktion anlässlich des fünften Weltblutspendetages statt. Die Aktion läuft zwischen 12 und 17 Uhr. Das Schloss erschien uns vor allem gleich nach den Krimitagen passend", so Antje Dombrowski, Sprecherin des DRK-Blut-spendedienstes.
„Die Spuren der Krimitage werden noch sichtbar sein, dazu noch einiges an zusätzlicher Dekoration. Jeder Spender darf die Sonderausstellungen kostenlos besichtigen", verriet Volker Steps. Der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Netzschkau lädt auch die Familien der Spender ins Schloss ein. Dort gibt es verschiedene Aktionen für Kinder, zum Beispiel Gruselschminken für kleine Vampire und Geister,
Bastelangebote, Rätsel, Spiele und natürlich jede Menge Preise. Mit etwas Glück geben sich sogar der frühere Schlossherr Carol Bose und seine Frau Gemahlin die Ehre.
2008 fanden im Kreis Reichenbach 58 Blutspendetermine statt, die von 2998 Bürgern genutzt wurden. 223 Personen mussten wegen gesundheitlicher Bedenken zurückgestellt werden. Unter den Freiwilligen befanden sich 263 Erstspender, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 89 bedeutet.

Freie Presse 15.05.2009



Nicht nur Preise gewonnen

Sieger des Zeichenwettbewerbes ausgezeichnet -
Selbstbewusstsein wird gefördert

Netzschkau. Voller Spannung haben am Mittwochnachmittag die Teilnehmer am Mal- und Zeichenwettbewerb der Mittelschulen auf die Preisverleihung gewartet. Dazu waren sie mit Kunsterziehern, anderen Pädagogen oder Eltern ins Netzschkauer Schloss gekommen. Am Mal- und Zeichenwettbewerb unter dem Thema „Dem Abenteuer auf der Spur" hatten sich sieben Schulen mit etwa 150 Arbeiten beteiligt. Sie wurden in den Kategorien 5. bis 7. Klasse und 8. bis 10. Klasse von einer Jury aus Pädagogen, Mitgliedern und Mitarbeitern des Fördervereins sowie dem Mylauer Trickfilmzeichner und Karikaturisten Jörg Halsema bewertet.
Die ersten Preise gingen an Sarah Glowatzky (Mittelschule Neumark) und Vanessa Steiniger (Seminarschule Auerbach). Vanessa war ganz aus dem Häuschen. „Ich habe noch nie bei einem Wettbewerb mitgemacht, und dann gleich der erste Preis", freute sie sich. Sarah Glowatzky will ihre Zeichnung bei der Bewerbungsmappe für das Berufsschulzentrum Erich-Ohser-Plauen' verwenden. Bei der Käthe-Kollwitz-Mittelschule Crimmitschau scheint der Name der berühmten Künstlerin Programm zu sein. Die eingereichten Arbeiten wurden mit dem Schulpreis im Wert von 100 Euro bedacht. Maria Tetzner landete auf dem zweiten Platz, Jenifer Meier und Jasmin Schmidt bekamen dritte Plätze zuerkannt. Der zweite Platz bei den großen Schülern ging an Pascal Kaiser von der Mittelschule Netzschkau. Weitere Preise gingen an Luisa Woelki (Pausa), Mui Hoang Hien, Patrick Merkel '(beide Netzschkau) und Jakob Palmer (Neumark). Schüler der neunten Klasse aus Netzschkau und der zehnten Klassen aus Lengenfeld dürfen sich über einen Gruppenpreis freuen. Auf einen Sonderpreis einigte sich die Jury für die Arbeiten der Schule für Lernförderung „Käthe Kollwitz" Plauen.
Vor der Übergabe der Preise in den verschiedenen Kategorien gestaltete die Illustratorin und Man-ga-Zeichnerin Nadia Enis aus Leipzig einen Mitmach-Work-Shop, bei dem sie grundlegende Einblicke in , die Manga-Kunst gab.
Der Wettbewerb ist Bestandteil der Vogtländischen Krimitage, obwohl das Thema auf den ersten Blick nichts mit Krimi zu tun hat. Der Förderverein ging bei der Ausschreibung von der Überlegung aus, dass Krimi eng verbunden mit Kriminalität ist. Deshalb bietet der Förderverein schon seit mehreren Jahren Veranstaltungen für Schüler an, die mit Prävention, Selbstbewusstsein und Kreativität zu tun haben. Kinder und Jugendliche sollen so bessere Chancen im Leben haben.

Freie Presse 15.05.2009



Mörderische Geschichten auf der Talsperre

Vogtländische Krimitage:
Autor Christoph Krumbiegel lässt sieben Leichen im Wasser entsorgen

Pohl. Mörderisch und kriminell ist es Samstagabend auf dem Dampfer Pohl zugegangen. Zumindest in den Texten von Christoph Krumbiegel. Der Autor und Apotheker aus Treuen las für die 60 Gäste verbrecherische Kurzgeschichten.
Der Krimidampfer war voll besetzt, die Stimmung an Board mörderisch gut. Bei einem guten Tropfen Mörderblut und Chili con Carne mit Mörderbohnen lauschten die Zuhörer der zweistündigen Lesung auf der Talsperre Pohl. Keine Bange: Das Blut im Glas war nur harmloser Tomatensaft.
Die Veranstaltung fand in dieser Form zum ersten Mal im Rahmen der Krimitage Vogtland statt. Der Clou: Eine der mörderischen Geschichte spielte am Veranstaltungsort. Krumbiegels kriminelle Figuren entsorgten in der Erzählung „Kleines totes Meer", erschienen im Krimiband Mords-Sachsen 2, um die sieben Leichen im Naherholungsgebiet Talsperre. Sie bangten zudem um deren Entdeckung, als der Zweckverband im Frühjahr den Wasserspiegel absenkte. Genau wie im Moment.
Das Publikum war köstlich amüsiert, besonders als Sigg und der Schreiners Lothar aus Jocketa einen übergewichtigen Oberfranken versenkten, der bei einem Jagdausflug
in Helmsgrün zuschaden gekommen war. Christoph Krumbiegel erzählt lockerleicht und stets mit einem Augenzwinkern. Somit genau der passende Hörstoff, während man über die Talsperre Pohl ge-schippert wird. Insgesamt las der Hobby-Autor drei Geschichten, zwei davon mit kriminellem Inhalt, während der Dampfer seine Runden in der Abendsonne zog.
Zum Abschluss gab Krumbiegel den Gästen noch ein Gedicht über die Vogtländer und ihre Heimat mit auf den Weg. Die Angst vor erzwungenen Paarreimen war unbegründet, auch dieses amüsante Stück Heimatliebe gelang. Ines Roßbach, beim Zweckverband Talsperre Pohl verantwortlich für das Marketing, kann sich eine Wiederholung der Veranstaltung gut vorstellen.

Freie Presse 26.04.2009 (Text: Nicole Jähn)



Spannend wie ein Krimi

Reichenbach. Die Fernsehjournalistin Birgit von Derschau hat vorgestern Abend in der Begegnungsstätte am Nordhorner Platz in Reichenbach aus ihrem Buch „Der Tote im Teppich" gelesen. Das Buch gibt anhand von Tatsachenberichten Einblick in die Arbeit des Hilfevereins für Opfer von Kriminalität, des Weißen Ringes. Die Fernsehfrau ist unter anderem durch die MDR-Sendung „Kripo live" bekannt geworden, die jeden Sonntag eine Million Zuschauer vor die Schirme lockt.
Wenn Fernsehstars zu ihrem Publikum eingeladen werden, stellen sich die Veranstalter vorher oft bange Fragen: Ist derjenige wirklich so, wie er im Fernsehen auftritt oder vielleicht unnahbar oder gar arrogant? Kommt diejenige auch bei einem Auftritt gut an? Birgit von Derschau hatte im Handumdrehen alle
eventuelle Bedenken zerstreut. Sie las eine Geschichte aus ihrem Buch „Der Tote im Teppich", um anschließend mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Dabei gab sie sich als Journalistin zu erkennen die weniger Wert auf die spektakuläre Inszenierung von Gewalttaten legt, sondern sich oft nach der Sendung noch um die Opfer kümmert. Gemeinsam mit Wolfgang Büscher hat sie das Buch „Lebenslänglich" herausgegeben, dessen Verkauf die Arbeit der Opferorganisation unterstützt.
„Manchmal bringe ich Opfer und den Weißen Ring zusammen. Ich möchte, dass diese Organisation noch bekannter wird. Das Buch soll eine Brücke sein", erklärte sie und stieß damit auf offene Ohren bei Wilfried Wilhelm, der Informationsmaterial  des  Vereins  mitgebracht hatte. Er ist Pressesprecher der Außenstelle Vogtland-Ost, die auch für den Reichenbacher Raum zuständig ist Birgit von Derschau gestattete den Gästen einen Blick hinter die Kulissen, als sie über Recherchen für die Sendung und das Produktionsteam sprach. Auf die Frage, ob es wirklich Leute gibt, die ihre Geheimnummer auf die EC-Karte schreiben, nahm die Wahlberlinerin den Gästen jegliche Illusion. So etwas passiere immer wieder. Sie erklärte zudem, dass ihr jeder zu betreuende Fall am Herzen liege, auch wenn es „nur" ein Handtaschendiebstahl sei. Für die ältere Frau sei es ganz schrecklich, wenn ihr die Geldbörse mit der Rente gestohlen werde. Auch ihr sei schon einmal die Börse abhandengekommen, was aber nur einmal passieren dürfe. Deshalb weise sie wieder darauf hin, dass man Taschen nicht allein lässt, noch dazu, wenn Geld und EC-Karte darin sind - um am Ende ihres Auftrittes die offene Tasche auf einen Stuhl zu stellen und wegzugehen. Wolfgang Rössler aus Weida trieb das zur Bemerkung, dass eben auch den Profis so etwas passieren könne. Er kenne Birgit von Derschau von seiner Beratungstätigkeit in komplizierten Versicherungsfällen und kam zur Lesung nach Reichenbach, „weil ich die Frau lange nicht gesehen habe".
Der Abend in Reichenbach endete für die Fernsehfrau mit einem frisch gezapften Wernesgrüner Bier. „Total lecker", sagte sie dazu. Zur Wahl des gebackenen Altenburger Ziegenkäses meinte sie: „Weil Altenburg doch gleich neben meiner Heimat Schmölln liegt." Gestern brach sie nach Dresden auf, um neue Sendungen von „Kripo live" vorzubereiten. In zwei Wochen wird die 900. Ausgabe über den Bildschirme flimmern.

Freie Presse 24.04.2009



Krimitage: Dampfer bereits voll besetzt

Oelsnitz. Die Veranstaltungsreihe zu den Vogtländischen Krimitagen geht weiter: Der Krimidampfer am Samstag auf der Talsperre Pohl ist bereits ausverkauft. Für die „Mordstafel" im Einrichtungshaus Geipel Theuma mit der Autorin Brigitte Glaser gibt es Plätze auf telefonische Anfrage unter 037463 83546. Die nächsten öffentlichen Veranstaltungen sind das Krimispiel auf der Landesgartenschau in Reichenbach am Freitag, 15. Mai, 16 Uhr und einen Tag später die szenische Lesung des Agatha-Christie-Klassikers „Zeugin der Anklage" mit Schauspielern des Theaters Hof im Schloss Voigtsberg Oelsnitz sowie anschließender Kellerführung. Am Montag ist Einsen-deschluss für den Mal- und Zeichenwettbewerb der Mittelschulen der Region unter dem Motto „Dem Abenteuer auf der Spur".

Freie Presse 23.04.2009



Quotenbringerin ist Tätern auf der Spur

Reichenbach. Jeden Sonntag schalten eine Million Fernsehzuschauer ein, wenn Birgit von Derschau ungelöste Kriminalfälle in der MDR-Sendung "Kripo live" vorstellt. Bereits heute, 19 Uhr, zeigt sie in der Begegnungsstätte Am Nordhorner Platz Reichenbach spektakuläre Verbrechen. Bereits ab 18 Uhr stellt sich der Weiße Ring dort vor. Für diesen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern hat die Fernsehjournalistin mit ihrem Kollegen Wolfgang Büscher das Buch „Lebenslänglich - Vergessene Opfer und die Arbeit des Weißen Rings" herausgegeben.

Freie Presse 22.04.2009



Quotenbringerin ist Tätern auf der Spur

Birgit von Derschau präsentiert in der Begegnungsstätte Am Nordhorner Platz spektakuläre Verbrechen - Seit 1992 Moderatorin von "Kripo live"

Reichenbach. Jeden Sonntag schalten eine Million Fernsehzuschauer zum MDR, wenn Birgit von Derschau ungelöste Kriminalfälle in der Sendung "Kripo live" vorstellt, und das konstant seit 1992. Am Mittwoch, 19 Uhr präsentiert die Quotenbringerin in der Begegnungsstätte Am Nordhorner Platz in Reichenbach spektakuläre Verbrechen, die durch Zuschauerhinweise nach der Sendung aufgeklärt werden konnten. Bereits ab 18 Uhr stellt sich der Weiße Ring vor. Für diesen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern hat die Fernsehjournalistin gemeinsam mit ihrem Kollegen Wolfgang Büscher das Buch „Lebenslänglich - Vergessene Opfer und die Arbeit des Weißen Rings" herausgegeben.
In "Der Tote im Teppich" rekonstruiert sie Tathergänge, die Spurensicherung und -auswertung sowie die polizeiliche Ermittlungsarbeit vor allem jüngerer Fälle. Darüber hinaus erzählt sie Schicksale von Tätern und Opfern. Allen ihren Büchern ist eigen, dass die Autorin noch über die Sendung hinaus recherchiert, die Aufklärung verfolgt und mit Opfern gesprochen hat. Bei ihr endet mit der Sendung nur die fernsehjournalistische Arbeit, nicht das Interesse an den Fällen, den Betroffenen, den Opfern.
Die gebürtige Crimmitschauerin Birgit von Derschau ist seit 1992 Moderatorin der Sendung "Kripo live". Seitdem hat sie über mehr als 6000 Fälle berichtet. Die Mehrzahl davon geschah im Sendegebiet des MDR. Auch vogtländische Tatorte wurden schon häufiger näher beleuchtet, zuletzt ein Raubüberfall auf einen Supermarkt in Netzschkau. Ab und zu reagiert die Wahlberlinerin auch auf Hilferufe aus anderen Regionen Deutschlands. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter verlieh der Fernsehjournalistin die Ehrenmitgliedschaft, der Freistaat Sachsen machte sie zur Ehren-Kriminaloberkommissarin.

Freie Presse 18.04.2009



Dr. Watson ermittelt im Treuener Schlosskeller

Historisches Gebäude erstmals Schauplatz der
Vogtländischen Krimitage - Spannung mit Geschichten von Sherlock Holmes

Treuen. „Guten Abend, meine Name ist Watson. Dr. Watson." Im kühlen, in spärliches Kerzenlicht getauchten Schlosskeller zu Treuen herrschte am Samstagabend Mucksmäuschenstille, als sich ein Herr im schwarzen Anzug, mit Melone und Tabakpfeife ausgerüstet, vorstellte, in einem roten, samtbezogenen Sessel niederließ und sein Büchlein aufschlug. Während der darauf folgenden anderthalb Stunden entführte „Dr. Watson" die Zuhörer in seinen „kriminalistischen Salon" -genauer: in die neblige, ebenso berühmte wie fiktive Londoner Baker Street des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts.
Stephan Reher, Schauspieler, Regisseur, Autor, Entertainer und Sänger aus Dresden, schlüpfte als Ich-Erzähler in die Rolle der Romangestalt Dr. Watson. Anhand einer auf die zitierten Personen abgestimmten, mit einer Prise Humor gewürzten Mimik und Gestik verlieh er den Geschichten rund um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson Authentizität und Lebendigkeit.
Während sich die erste Geschichte dem Kennenlernen der beiden Hauptfiguren widmete, sorgte in der zweiten, die den Titel „Ein Skandal in Böhmen" trug, kriminalistische Spurensuche mit überraschenden Wendungen für Spannung.
„Diese Gewölbe sind genau das richtige Ambiente, um Krimis vorzulesen", gibt sich Reher fasziniert. Auch die Akustik sei in solch alten Räumen geradezu perfekt. Die von ihm ausgewählten Geschichten gehörten seiner Ansicht nach zu denjenigen, die unbedingt vorgelesen werden müssten, da man nur auf diese Weise mitbekomme, „wie viel Spannung und Zeitkolorit in den Texten steckt." Als stilgerechte Umrahmung seiner Präsentation brachten Flötistin Heike Angermann und Cornelia Ritter auf der Gitarre Passagen klassischer Werke zu Gehör, die von Charles Gounods „Trauermarsch einer Marionette" bis hin zu Humoresken reichten.
Im Vorfeld der Lesung hatte Fördervereinsvorsitzender Ulrich Leipoldt, der das Ereignis gemeinsam mit Petra Steps vom Förderverein Schloss Netzschkau organisierte, zu einer Führung durch die Schlossgemäuer eingeladen. Das Treuener Fachwerkschloss bildete einen von insgesamt zehn Schauplätzen der Vogtländischen Krimitage 2009, die am 13. Juni im Schloss Netzschkau ihren Höhepunkt finden.

Weitere Veranstaltungen
Nächster „Tatzeitpunkt" ist der 22. April, „Tatort" die Reichenbacher Begegnungsstätte am Nordhorner Platz. Dort wird sich um 18 Uhr zunächst der Verein „Weißer Ring" vorstellen und ab 19 Uhr präsentiert Kripo-live-Moderatorin Birgit von Derschau die spannendsten Kriminalfälle. Das Treuener Schloss ist am 23. Mai im Rahmen des Hutzentages geöffnet. Neben einer Ausstellung zur Historie stehen Führungen und eine Einkehr im Schlosskeller auf dem Programm. „Kaspar, Teufel, Pfannekuchen" lautet der Titel einer Vorstellung, die das Hallenser Puppentheater „Märchenteppich" am 30. Mai im Gewölbe gibt.

Freie Presse 14.04.2009 (Text: Sylvia Dienel)



Kriminelles in Schlössern

Lesung in Treuen und Ausstellung in Netzschkau

Treuen/Netzschkau. Das Schloss Treuen verwandelt sich am Samstag, 18 Uhr in „Dr. Watsons kriminellen Salon". Im Rahmen der Krimitage im Vogtland präsentiert dort Stephan Reher, alias Dr. Watson, die aufregendsten Abenteuer an der Seite des berühmten Meisterdetektivs Sherlock Holmes. Reher ist freiberuflicher Regisseur, Autor, Rezitator, Erzähler und Sänger. Zur knisternden britischen Krimi-Spannung gibt es eine Schlossführung, Musik von Cornelia Ritter (Gitarre) und Heike Angermann (Flöte) sowie eine Osterüberraschung.

Im Schloss Netzschkau wird am Donnerstag die Ausstellung „Räuber & Gendarm" eröffnet. Zusammengetragen von Polizeihauptkomissar Steffen Claus aus den Saalekreis, zeigt Wissenswertes rund um Bösewichter und Gesetzeshüter. Zu sehen ist die Ausstellung zu den Schloss-Öffnungszeiten sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr. Vormerken kann man sich in diesem Zusammenhang schon mal den 13. Juni. An diesem Tag findet die Kriminacht auf Schloss Netzschkau statt. Zu Gast sein werden Klaus Behling, Peter Godazgar, Thomas Kastura, Henner Kotte, Helena Reich, Maren Schwarz und Jörg Seidel.

Freie Presse 09.04.2009 (Text: ike)



Erst die Leiche, dann der Mord

Auftakt für Vogtländische Krirnitage /
13 Veranstaltungen an authentischen Orten geplant

Bad Elster - Ein witziges und spannendes Krimi-Theater-Erlebnis in fünf Akten, kombiniert mit einem mörderisch guten Vier-Gänge-Menü sorgte am vergangenen Freitag für einen spannenden und köstlichen Abend im Königlichen Kurhaus in Bad Elster. Das unterhaltsame mörderische Spektakel unter dem Titel „Erst die Leiche dann der Mord" war zugleich die Auftaktveranstaltung der Vogtländischen Krimitage. Veranstaltet werden diese unter der Regie des Fördervereins Schloss Netzschkau. Bis zum 13. Juni finden dazu 13 Veranstaltungen an zehn authentischen Schauplätzen im Vogtland statt.

Für das Festival der besonderen Art konnte der Verein 24 Krimi-Autoren und Musiker verpflichten. Das mörderische Vergnügen im ausverkauften Elsteraner Kurhaus lockte rund 140 Besucher. Diese konnten selbst entscheiden, im Stück aktiv eine kleine Rolle zu übernehmen oder sich lieber nur als verdeckter Ermittler zu beteiligten.
Eine spannende Handlung präsentierten dazu insgesamt sechs Schauspieler aus Dresden und Leipzig. Unter dem Motto „Krimi total" lud der Veranstalter JM-creative Jörg Meißner zu einem außergewöhnlichen Gesellschaftsspiel für einen unvergesslichen Dinnerparty-Abend voller Intrigen, Spekulationen und Überraschungen ein.

Um den kriminalistischen Spürsinn der Zuschauer ordentlich zu schärfen wurde ein verworrenes Geschehen dargeboten, nachdem die Akteure das Publikum als ehrenwerte Gäste zu einer Preisverleihung des hoch dotierten Gustav von Lauenstein-Erfinderpreises begrüßt hatten. Doch noch ehe zur Preisverleihung geschritten werden konnte, störte eine Leiche die Veranstaltung. Von einem Glas Weißwein vergiftet, gibt der Mord an Julia Klein (Bianka Heuser), der ehemaligen Pferdepflegerin des erst kürzlich bei einem mysteriösen Reitunfall ums Leben gekommenen Gustav von Lauenstein allerhand Rätsel auf. Immerhin geht es bei seinem Erbe um unbeschreiblich viel Geld. Hatte da etwa einer aus Gustavs sonderbaren Familie, einer der trickreichen Erfinder oder gar einer der scheinbar ganz unbescholtenen Gäste im Saal die Finger im Spiel, um an die vielen Millionen zu kommen? Frau von Lauenstein (Ilse Bendin) beschließt mit Tochter Sarah (Kristin Kuhnert) und Sohn Frederic (Johannes Gärtner) die Leiche verschwinden zu lassen. Doch Butler Cornelius Schmidt (Peter Anders) wurde von einem Zeugen beobachtet, wie er die Leiche in der Weißen Elster versenkt.


Zwischen Suppe und Hauptgericht mit Spezialitäten aus der Küche des Feinschmeckerrestaurants „Callas" ermittelte Kommissar Fischer (Christian Härtig) im mysteriösen Fall, der immer komplizierter wird, nachdem Julia Klein plötzlich lebendig wieder auftaucht und stattdessen ihre Zwillingsschwester ermordet wurde.
Indessen der Kommissar nahezu jeden der Beteiligten verdächtigt, nachdem er auch noch ein pikantes Testament verlesen hatte, durften auch die Zuschauer im Krimifieber rätseln, wer mit welchem stichhaltigen Motiv wohl den Mord begangen hat. Bevor pünktlich zum Dessert auch die Lösung serviert wurde, fanden an den Tischen rege Diskussionen statt, lockte doch auch ein edler kleiner Gewinn mit köstlicher Note die zahlreichen Tatort-Kommissare. Auch war gefragt, mit welcher besonders außergewöhnlichen Erfindung die Krimiliebhaber sich um den begehrten Gustav von Lauenstein-Preis bewerben möchten.

So gab es dann zum guten Schluss ebenso wie für das heitere Stück auch jede Menge Applaus für eine der humorvollsten Lösungen aus den Reihen des Publikum, dass natürlich der Weißwein die Julia vergiftet hätte und außerdem für ganz delikate Erfindungen, wie zum Beispiel waschbares Toilettenpapier und selbststehende Kondome.

Vogtland Anzeiger 09.04.2009 (Text: Steffen Adler)



Bei einem mörderischem Vergnügen werden die Besucher zu Schauspielern

140 Gäste erleben Krimi-Dinner "Erst die Leiche, dann der Mord"
im Kurhaus Bad Elster - Restaurant Callas serviert
zu der Theater-Show in fünf Akten das passende Menü

Bad Elster. Spannung, Unterhaltung und Gaumenfreuden bekamen knapp 140 Besucher am Freitag im Kurhaus geboten. Die Dresdener Krimi-Agentur JMcreative präsentierte mit der Kriminalkomödie "Erst die Leiche, dann der Mord" eine Theater-Show in fünf Akten. Sie war gewürzt mit einem lukullischen Vier-Gänge-Menü, das das Restaurant Callas servierte.

Seit 2004 und "Der Duft des Mordes" hat Jörg Meißner aus Dresden Spiele und Shows entwickelt, die sich mit "Spielen wird zum Event" überschreiben lassen. Der Schwerpunkt liegt bei Krimis. Meißner ist es wichtig, dass das Publikum in das Spiel unmittelbar einbezogen wird und das Geschehen hautnah erlebt. Die jeweilige Tischbesetzung ist am Rollenspiel beteiligt und bildet ein Kriminalistenteam.

Bei "Erst die Leiche, dann der Mord" verleiht die Familie des verstorbenen Gustav von Lauenstein, Erfinder des All-inclusive-Urlaubs, einen mit einer Million Euro dotierten
Erfinderpreis. Leider wird die Zeremonie getrübt durch den Tod der ungewollten Miterbin Julia Klein (gespielt von Bianca Heuser). Wer sie vergiftet hat, muss Kommissar Fischer (Christian Härtig) klären - mit Hilfe des Publikums. War es etwa die Witwe (Ilse Bendin), der Sohn (Johannes Gärtner), die Tochter (Kristin Kuhnert) oder der Privatsekretär (Peter Anders)? Oder ist der Mörder vielleicht gar jemand aus dem Publikum?

Die Handlung war spannend, verwirrend, witzig und auf jeden Fall mörderisch unterhaltsam. Das Stück wurde von vier Gängen des phantasievollen Menüs unterbrochen - eine willkommene Denkpause. So gab es skrupelloses Tiramisu, aalglatte Möhrchen oder unschuldige Himbeertörtchen. (eso)

 

Stimmen

Christina Koall, Auerbach: Ich lese gerne Krimis und schaue sie mir auch im Fernsehen an. Aber das hier ist ganz anders, die Atmosphäre ist ganz besonders. Ich habe davon gelesen und wollte mir die Vorstellung unbedingt ansehen. Gut finde ich, dass die Besucher die ganze Zeit über so direkt einbezogen werden. Man ist mittendrin im Stück.

Ines Hofmann, Greiz: Eigentlich hatte ich etwas anderes erwartet, dass der Rahmen kleiner ist. Aber trotzdem bin ich nicht enttäuscht, denn das Stück ist spannend und man muss mitraten, wer denn nun der Mörder war. Das Essen war auch sehr gut.

Katrin Neubert und Otto Müller, Plauen: So eine Aufführung haben wir schon mal gesehen, und das hat uns als Krimifans gut gefallen. Das ist doch noch etwas anderes als ein Film oder eine Vorstellung im Theater, weil das Publikum immer wieder miteinbezogen wird. Dadurch wird alles noch spannender und man selbst zum Mitdenken angeregt.


Eine tragende Rolle kam Besucher Jörg Weber (links) aus Markneukirchen
am Freitag beim Krimi-Dinner "Erst die Leiche, dann der Mord" im Kurhaus Bad Elster zu. Er durfte die vergiftete Erbin Julia Klein (gespielt von Bianca Heuser) mit beiseite schaffen.

Freie Presse 07.04.2009 (Text: eso)



Literarisch und kulinarisch

Italienischer Autor liest am Samstag in Rodewischer Restaurant

Rodewisch. Aktueller könnte das Thema nicht sein: Ein groß angelegter Finanzbetrug ist Thema des neuesten Romans von Claudio Michele Mancini, „Mala Vita" (erschienen im Februar dieses Jahres). Dass es in der Geschichte auch um illegale Geschäfte der Mafia geht, macht die Sache noch spannender. Aus seinem Buch liest der Autor am Samstag, 19 Uhr im Restaurant BAV Italia, Straße der Jugend 30, in Rodewisch. Es ist eine der ersten Veranstaltungen der Krimitage im Vogtland. Neben der literarischen Kost wird den Besuchern ein italienisches Büfett versprochen.
Claudio M. Mancini wurde kurz nach Kriegsende als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. 1964 machte er auf einer Klosterschule sein Abitur, studierte in München Psychologie und arbeitete danach als Dozent und Untemehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. 2006 erschien Infamita, sein erster Roman, bei Ullstein. Mancini lebt heute in einem kleinen Dorf in der Franche Comte, im Osten Frankreichs.
Musikalisch umrahmt wird die Lesung von Maren Kroll (Gesang) und Andreas Wolter (Klavier). Für die Veranstaltung gibt es noch Karten in den Geschäftsstellen der „Freien Presse" in Auerbach und Reichenbach. (ike)

Freie Presse 02.04.2009 (Text: ike)



Nicht immer war's der Gärtner

Netzschkau (rw). Im sächsischen Vogtland brechen kriminelle Zeiten an. Grund: Der Förderverein Schloss Netzschkau hat die Krimitage Vogtland ausgerufen So begeben sich Autoren und Krimi-Experten vom 3.
April bis 13. Juni auf die Spur von Räubern und Verbrechern Projekt-Verantwortliche Petra Steps: „Es können Krimi-Veranstaltungen an besonderen Orten erlebt werden. Erstmals gibt es einen Krimidampfer auf der Talsperre Pohl." In das Projekt sind viele engagierte Leute integriert. Zum Tatort werden unter anderem die Schlösser in Oelsnitz, Treuen und Netzschkau. „Extra für die Landesgartenschau in Reichenbach wurde ein Mit-mach-Krimi geschrieben." Die Auftakt-Lesung „Die Mafia und Italia" übernimmt Claudio Mancini diesen Samstag ab 19 Uhr bei BAV Italia in Rodewisch. Für knisternde Spannung sorgt Dr. Stephan Reher dann am 11. April, 18 Uhr im Schloss Treuen. Mit dem Saisonstart am 10. April auf Schloss Netzschkau öffnet die Ausstellung "Räuber und Gendarm". Polizeihauptkommissar Steffen Claus gestaltet in den alt ehrwürdigen Räumen eine Schau rund um Bösewichter und Gesetzeshüter. Karten für die Krimitage gibt's bei den jeweiligen Veranstaltern.

 

Blick 01.04.2009 (Text & Bild: Ralf Wendland)



Krimi-Lesungen bieten Spannung

Mafiöses am 3. April in Rodewisch - Britisches am 11. April in Treuen

Auerbach. Gleich zum Auftakt der Krimitage im Vogtland gibt es am 3. und 4. April mit zwei Veranstaltungen in Bad Elster und Rodewisch Abende, die Spannung und Genuss in einem bieten. „Erst die Leiche, dann der Mord" heißt es am 3. April zum Dinner in vier Gängen in Bad Elster. Über die Mafia und Italia kann man am 4. April, 19 Uhr im Rodewischer Restaurant BAV Italia sinnieren.

„Die Mafia & Italia" bietet italienische Atmosphäre mit dem Autor Claudio Mancini. Mancini kann sehr lebhaft und anschaulich aus dem eigenen Leben und dem Milieu der ehrenwerten Gesellschaft erzählen. In seinem neuesten Werk „Mala Vita" (erschienen im Februar dieses Jahres), beschreibt er die mafiosen Geldverschiebungen in karibische Steueroasen des Mafia-Paten Romano Grasso. Während Mancini aus seinem Buch liest, kann man sich am italienischen Gourmet-Büfett bedienen, und Sonja Walter und Andreas Wolter umrahmen die Veranstaltung musikalisch.

Eine Woche später, am 11. April geht es im Treuener Schloss auf Spurensuche in „Dr. Watsons krimineller Salon". Stephan Reher schlüpft in die Rolle von Dr. Watson und erzählt Kriminalgeschichten   als   aufregendste Abenteuer an der Seite des berühmtesten Meisterdetektivs aller Zeiten, Sherlock Holmes. Der Abend bietet knisternde britische Krimispannung mit Schlossführung und Musik. Heike Angermann (Flöte) Cornelia Ritter (Gitarre) sorgen für die Umrahmung.

Freie Presse 20.03.2009 (Text: ike)



Nicht immer war's der Gärtner

Zu den Vogtländischen Krimi-Tagen vom 3. April bis 13. Juni 2009 passieren an zwölf verschiedenen Tatorten unglaubliche Dinge. Die Lesungen werden thematisch beherrscht von Mord und Totschlag. Die kriminelle Energie entlädt sich in Schlössern, Restaurants und sogar auf dem Wasser. In knisternder Atmosphäre können die Krimi-Fans rätseln, wer die Bösewichter sind. Im Königlichen Kurhaus Bad Elster dürfen Spürnasen während eines Theaterstückes sogar aktiv werden. Es wird ein mörderisch gutes Dinner mit vier Gängen und fünf Akten geboten. Bei Kerzenschein im stilvollen Ambiente ermitteln die Akteure im Schloss Treuen. Dr. Watson und Meisterdetektiv Sherlock Holmes wollen den Fall gemeinsam lösen. Mit einem Schuss englischen Humors wird's amüsant. Achtung,hier kassiert die Mafia: Im Rodewischer Restaurant „BAVItalia" bleibt es spannend bis zum letzten Cappuccino. Mord an Bord: Es passiert auf dem Fahrgastschiff der Pöhler Talsperren-Flotte - ein mörderisches Spiel auf dem Vogtländischen Meer. Nach zwei Stunden wird wieder angelegt. Auch das Auerbacher Amtsgericht rollt die mysteriösen Fälle der Gesetzesbrecher auf. Allerdings sind die Geschehnisse nicht der Fantasie entsprungen. Der Würger von Plauen und andere authentische Ereignisse sorgten in der Vergangenheit fürviel Aufsehen.

Der besondere Tipp
Selbst bei der Landesgartenschau in Reichenbach ist man den Tätern auf der Spur. In Sachsens grüner Mitte kann sich jeder am Mitmach-Krimi-Spiel beteiligen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.krimitage-vogtland.de oder Telefon: 0177 / 3051990.

Willkommen im Vogtland (Heft 31)



Das Vogtland im Fadenkreuz der Krimitage

Das Vogtland im Fadenkreuz der Krimitage: Unter der Regie des Fördervereins Schloss Netzschkau wurden für das Festival 24 Krimi-Autoren und Musiker verpflichtet.

Foto: VeranstalterNetzschkau. Das wird ein Mords-Spektakel, bei dem es von Leichen nur so wimmelt: Am 3. April starten die Vogtländischen Krimitage. Bis zum 13. Juni werden bei 13 Veranstaltungen an zehn authentischen Schauplätzen im Vogtland Mörder gejagt, Mafia-Killern nachgespürt und bei mordsmäßig leckerem Essen im Kerzenschein der Spurensuche von Dr. Watson & Co gelauscht. Start ist in Bad Elster, Finale im Schloss Netzschkau. Dort findet die vierte Auflage der Kriminacht statt. Der Förderverein des Schlosses hat für das Krimi-Festival den Hut auf.

Mit dem Konzept knüpft Organisatorin Petra Steps an die erfolgreichen Veranstaltungen der vergangenen Jahre an. Die Formel ist so einfach wie originell: Man nehme einen packenden Krimi, suche sich einen außergewöhnlichen zum Thema passenden Veranstaltungsort und ziehe dort einen Abend mit Autorenlesung, Erlebnisgastronomie und musikalischer Umrahmung auf. Veranstaltungen werden in den Schlössern von Netzschkau, Treuen und Oelsnitz organisiert. Das Amtsgericht Auerbach ist wie schon im vergangenen Jahr ebenfalls wieder Schauplatz für eine Veranstaltung.

Zwei Schmankerl werden auf der Talsperre Pöhl und dem Reichenbacher Landegartenschaugelände aufgezogen. Auf der Pöhl sticht ein Krimi-Dampfer in See. Hobby-Autor Christoph Krumbiegel aus Treuen verspricht, ein Geheimnis zu lösen: Gibt es einen Mord an Bord oder sind die Leichen längst in der Talsperre versenkt? Ebenfalls eine Frage schwebt über dem Landesgartenschaugelände: War es wieder der Gärtner? Auf Grundlage eines Krimis der Rodewischerin Maren Schwarz hat Carsten Steps ein Mitmach-Krimi-Spiel entwickelt. 50 Teilnehmer können sich zweieinhalb Stunden auf Spurensuche begeben. Motto: Die Idylle zwischen bunter Blütenpracht und friedlich plätscherndem Raumbach trügt...

Nichts ausgedacht ist dagegen in Reichenbach. Die Moderatorin der MDR-Reihe "Kripo live", Birgit von Derschau, berichtet über spannende Fälle ihrer TV-Fahndung. "Bei dieser Veranstaltung stehen Opfer im Mittelpunkt", so Petra Steps. Service


Karten

Karten für die Kriminacht im Schloss Netzschkau sowie den Vortrag mit Birgit von Derschau in Reichenbach gibt es bei der "Freien Presse". In den Shops in Auerbach und Reichenbach werden darüber hinaus auch Tickets für die Abende in Treuen und Rodewisch verkauft.

www.krimitage-vogtland.de

Freie Presse 12.03.2009 (Text: Tino Beyer)



Eine Leiche

Am 15. Mai werden Krimi-Fans beim Mitmach-Krimi "Ausgetickt im Grünen" mordsmäßig viel Spaß haben.

"Das könnte eine ganz hübsche Sache werden. Dazu muss aber das Wetter stimmen", so Maren Schwarz, die schon eine handvoll Kriminalromane auf den Markt gebracht hat, heuer mit einer Kurzgeschichte in der Anthologie "Mordssachsen 3" vertreten ist und auch den Mitmachkrimi geschrieben hat. Letztere Sache ist eine Veranstaltung innerhalb der "Krimitage Vogtland", deren Träger der Förderverein Schloß Netzschkau - und hiervon Petra Steps die rührige Hauptorganisatorin ist. Noch im vorigen Jahr zogen Petra Steps und die Zwickauerin Claudia Puhlfürst bei den mordsmäßig guten "Ostdeutschen Krimitagen" an einem Strang. Doch dann hat sich ein Haar zwischen die beiden Krimi-Damen gezogen. "Es hat einfach nicht mehr gepasst. Ich bin ein Mensch der Taten. Große Reden schwingen, das liegt mir nicht", begründet Petra Steps - und macht eben 2009 ihr Ding alleine (www.krimitage-vogtland.de). Ebenso Claudia Puhlführst, deren "Tatort" sich in ganz Sachsen abspielen wird. Mit zwei Ausnahmen: In Landwüst und Bad Elster betritt Puhlfürst mit ihrem "Mord-Ost" das Terrain von Petra Steps.

Das kümmere sie nicht, halten doch die "Krimitage Vogtland" 13 abwechslungsreiche Veranstaltungen bereit. "An Vielfalt kaum zu überbieten", schätzt Petra Steps ein. Die Auftakt-Tat geschieht am 3. April im Kurhaus Bad Elster mit einem fünfgängigen Krimi-Diner. Es folgen Veranstaltungen an außergewöhnlichen Tatorten, wie beispielsweise auf einem Dampfer der Pöhl, in den Schlössern Netzschkau und Treuen, der BAV Italia in Rodewisch, im Einrichtungshaus Geipel in Theuma - oder eben im Grünen auf der Laga. Auch einige der "Täter" sind wohlbekannt und nicht ohne: So gelang es, Birgit von Derschau von "Kripo live" nach Reichenbach zu holen oder den Kriminalogen Prof. Hans Girod, der über den "Würger von Plauen" zu berichten weiß. Eine imposante Erscheinung soll der Autor und Halbitaliener Claudio Mancini sein, der genauestens über die Mafia Bescheid weiß, ist doch sein Halbbruder selbst in mafiöse Strukturen auf Sizilien verstrickt. Sebastian Hofmeyer, bekannt als Sauerbratenkönig, wird ein köstliches Menü kreieren - worauf man Gift nehmen kann. "Wir haben einen Haufen neuer Leute ins Boot geholt, wie eben den Schloßförderverein Treuen, das Musikhaus Engelhard aus Lengenfeld. Und an Ideen mangelt es nie", so Petra Steps.

www.krimitage-vogtland.de

Vogtland-Anzeiger 06.03.2009 (Text: Cornelia Henze)



Dritte Kriminacht bekommt sehr gute Noten

Netzschkauer Schloss bietet Lesungen eine passende Bühne -
Viele Besucher zum wiederholten Mal dabei

Netzschkau. Durchweg gute und sehr gute Noten hat die dritte Kriminacht im Netzschkauer Schloss bei der Bewertung durch die Gäste erhalten. Aber auch die Gäste waren Spitze, wie Autorin Krystyna Kuhn aus Lohr am Main feststellte: Bei uns hätten die Leute nach 45 Minuten schon genug. Ich habe mich gewundert, dass der Raum zum Schluss noch so voll war, erklärte sie. Immerhin hatten die Krimifreunde, die sogar aus Mühlheim an der Ruhr, aus Halle, Chemnitz, dem Ostallgäu oder Weiden in der Oberpfalz angereist waren, ein fünfstündiges Mammutprogramm mit mehreren Lesungen in verschiedenen Räumen, Hörspielszenen, Musik, Autorengesprächen oder der Besichtigung der Ausstellungen zu absolvieren. Viele der Gäste waren Wiederholungstäter und schon bei allen Kriminächten im Schloss oder bei anderen Veranstaltungen der Ostdeutschen Krimitage dabei gewesen. Zwei Frauen brachten es gar auf vier Teilnahmen und erhielten dafür zur Belohnung einen Buchpreis.


Den Organisatoren war es gelungen, aktuelle Höhepunkte wie den 125. Geburtstag von Franz Kafka, den gestern zu Ende gegangenen Robert-Schumann-Wettbewerb oder die neue Hörkrimi-Reihe im Rundfunk in unaufdringlicher Art ins Programm einzubauen. Für die Autoren gab es durchweg Lob, denn unter der Frage Was hat Ihnen besonders gefallen wurden sämtliche Namen aufgeführt. Lediglich der Hörspielteil erschien einigen zu lang. Gelobt wurden zum Beispiel der Krimihumor von Mario Ulbrich (Grünhain) und seine super Stimme, die natürliche und nette Art von Maren Schwarz (Rodewisch) sowie ihr interessantes Buch, die Spannung bei Krystyna Kuhn, der Schreckensgletscher von Manfred Köhler (Lichtenberg) oder die Szenische Lesung am Originalschauplatz aus Mords-Sachsen 2 direkt unter dem Dach des Schlosses. Da viele ihre Bewertungsbogen bereits vor dem Schlussteil abgegeben hatten, konnten sie ihre Begeisterung für die vier jungen Cellisten des Robert-Schumann-Konservatoriums Zwickau, zu denen auch Margreta Häfer aus Reichenbach gehörte, sowie für Andreas Stammkötters Schumann-Krimi (Leipzig) nur durch Beifall zum Ausdruck bringen. Obwohl die Musikschüler das Buch nicht kannten, passten die ausgewählten Robert-Schumann-Kompositionen perfekt zur Stimmung der von Stammkötter gelesenen Szenen.
Die Autoren bescheinigten dem Förderverein eine professionelle Organisation der Veranstaltung. Freie-Presse-Redakteur Mario Ulbrich, der bei allen drei Kriminächten im Schloss gelesen hat, schrieb ins Gästebuch: Erneut eine supertolle Kriminacht. Die Dekorationen werden von Jahr zu Jahr besser.

Freie Presse 18.06.2008 (Text: Petra Steps)



Mörderisch erfolgreiche Krimi-Nacht

Schloss Netzschkau lud ein - Zahlreiche Interessierte kamen  

Der Jahrgang 1964 scheint ein ganz krimineller zu sein. Das vermutete zumindest Petra Steps vom Förderverein, die am Sonnabendabend auf dem Fechtboden des spätgotischen Netzschkauer Schlosses um die einhundert Interessierten zur 3. Sächsischen Kriminacht begrüßte. Drei der sieben eingeladenen Autoren sind in jenem Jahr geboren worden. Ob das ein Omen für gute Kriminalliteratur ist?
Der Verdacht schien sich im Laufe des Abends zu bestätigen, wobei auch die früher oder später Geborenen durchaus anspruchsvolle Kriminalliteratur zum besten gaben. Selbst die Leseorte waren nicht minder aufregend ausgewählt. Während Krystina Kuhn, Jahrgang 1960, im Schlosscafé aus ihrem Buch Die Signatur des Mörders las, trug Maren Schwarz (Jg.64) im Trauzimmer ihre Lektüre aus Gesichtsverlust vor.
Mario Ulbrich, ebenfalls Jg.64, bezog seinen Lesestuhl im Festsaal des 1. Obergeschosses und entführte in die liebenswerte Welt der Hinterwaldpolizisten aus Tief-Ost. Manfred Köhler, Jahrgang 1964, der eigentlich Menschenansammlungen meidet, hatte es sich im Bosezimmer gemütlich gemacht und las dort aus dem Band Schreckensgletscher. Gleich zu Beginn der Kriminacht lud Volkmar Röhrig, der eigentlich auf der A9 lebt, auf den Fechtboden zu einem authentischen Krimihörspiel-Programm ein; zu späterer Stunde interpretierten vier junge Musiker des Zwickauer Konservatoriums an gleicher Stelle zu Andreas Stammkötters Roman Am Ende des Klanges echte Robert-Schumann-Musik.
Den aufregendsten Vorleseplatz nahm die Netzschkauerin Petra Steps allerdings für sich und ihren mörderisch guten Kurzkrimi in Anspruch: das Magazin im Viereckturm des Schlosses. Um die Authentizität zu bewahren, wurde so wenig wie möglich verändert, selbst das Staubtuch wurde im Schrank gelassen. An diesen, vor allem in den Nachtstunden äußerst gruseligen Ort, durfte allerdings nur eine kleine Auswahl Krimibegeisterter, die den wahrlich halsbrecherischen Aufstieg in den Turm wagten.
An historischer Stelle las Steps aus der Krimi-Anthologie Mordssachsen 2 eine Geschichte mit historischer Komponente, wie sie ausführte. Aufhänger für ihren Kurzkrimi war der geplante Verkauf des Netzschkauer Schlosses vor etwa drei Jahren. Wir als Förderverein konnten das verhindern, ist Steps noch heute heilfroh. Doch das Geschehen inspirierte sie derart, dass sie einen fiktiven Schlossherrn erfindet, der allerdings beim Stöbern nach allem Verwertbaren, was man zu Geld machen könne, im wahrsten Sinne des Wortes abstürzt. Dass dies auch szenisch dargestellt wurde, avancierte selbstredend zum Höhepunkt kurz vor Mitternacht. Ehe die Glocken zwölf Mal schlugen, hatten sich die Besucher bereits auf den Heimweg gemacht nicht ohne verstohlen ab und an hinter sich zu schauen, ob ihnen nicht doch ein Krimiwesen folgt.

Vogtland-Anzeiger 18.06.2008 (Text: Antje-Gesine Marsch)



Glaubwürdig oder nicht, ist die Frage

Ostdeutsche Krimitage -
Vier Hofe Schauspieler in Aktion im Amtsgericht Auerbach

Auerbach - Anscheinend passen zu den Ostdeutschen Krimitagen, die im Auerbacher Amtsgericht bereits zum zweiten Mal stattfanden, eher Sonnenschein und knisternde Spannung als grauer Londoner Nebel und gruselige Gestalten. Zumindest lockte der laue Sommerabend genügend Krimifreunde in den Gerichtssaal Nummer 400, um den wohl berühmtesten Kurzkrimi Agatha Christies „Zeugin der Anklage", der bereits mit Marlene Dietrich verfilmt wurde und Welterfolg erlangte, zu verfolgen.
Meisterhaft und lebendig präsentierten die vier Schauspieler Polina Bachmann, Ralf Hocke, Peter Kampschulte und Thomas Schindler - letzterer ist Chefdramaturg und stellvertretender Intendant des Theaters Hof - das Stück äußerst unterhaltsam und spannend.
Die erste Szene spielt in der Kanzlei des bekannten Londoner Strafverteidiger Sir Wilfrid Robarts, der einen scheinbar aussichtslosen Fall übernimmt. Als Kulisse diente der Richtertisch im Saal Nummer 400. Sein Mandant, der Handelsvertreter Leonard Vole, wird verdächtigt, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben. Ein Motiv hätte er, denn die Witwe hat ihrem Schützling ihr Vermögen vermacht. Leonard Vole erklärt aber entrüstet, unschuldig zu sein und davon nichts gewusst zu haben, so der Ausgangspunkt. Eigentlich ist alles klar. Als Mörder der vermögenden älteren Dame Miss French kommt nur der Angeklagte in Betracht. Selbst von seiner Frau wird er zunächst belastet. Doch deren Aussage bei Gericht stellt sich als „mörderisch" heraus. Das Stück berührt die Kernfrage jeder Gerichtsentscheidung, die auf Zeugenaussagen beruhen muss. Kann ich dem Zeugen glauben? Ein Frage, die sich in Gerichtsälen immer stellt. Deshalb passte Christies „Zeugin der Anklage“ hervorragend zum Krimiabend innerhalb der 3. Ostdeutschen Krimtage. Und spätestens als Polina Bachmann in die Rolle des Dienstmädchen der Witwe Emily French schlüpfte und auf sächsisch die Fragen des Verteidigers beantwortete, war die Parallele gezogen.

Vogtland-Anzeiger 07.06.2008 (Text: pdk)



Bösewichter sehen nicht böse aus

Dass ein Bösewicht nicht zwingend auch immer böse aussieht, wussten die Drittklässler der Netzschkauer Grundschule längst. Auch wie der Notruf der Polizei lautet und man sich in bestimmten Gefahrensituationen verhalten muss. So konnten sie Polizeihauptkommissar Steffen Claus zur Veranstaltung "Kinder lernen Bösewichte kennen", die am Freitagvormittag im Netzschkauer Schloss stattfand, schon eine Menge kluger Antworten geben.
Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch den Märchenwald zeigte der Kriminalist den Kindern anhand Grimmscher Märchen auf, wie sich Personen in bestimmten Gegebenheiten falsch verhielten. Beispielsweise Rotkäppchen. Sie machte drei gravierende Fehler, so der Meisterdetektiv. Zum einen sagte sie ihren Namen, zum anderen beschrieb sie genau den Weg zum Haus der Großmutter. "Der Wolf brauchte nicht einmal ein Navigationssystem", bemängelte Steffen Claus augenzwinkernd.
Den schlimmsten Fehler aber machte Rotkäppchen, als sie nicht sofort weglief, sondern dem Wolf noch Fragen stellte. Man ist absolut kein Feigling, wenn man in Gefahrensituationen wegrennt, erklärte Claus den Kindern. Auch treten, beißen, kratzen sei in solchen Umständen durchaus legitim. "Aber eben nur dort", so der Kinderpolizist, der den aufmerksamen Schülern in lockerer, heiterer Form, aber nie mit erhobenem Zeigefinger, viele wichtige Fakten vermittelte. Schneewittchen beispielsweise habe denselben Fehler gleich drei Mal gemacht, wie die "Tatwerkzeuge" Kamm, Gürtel und Apfel eindeutig bewiesen.
Hätten die sieben Geißlein zusammengehalten, wäre der Wolf chancenlos geblieben, behauptete Claus weiter. Am liebsten hätte der Kriminalist, dass alle Kinder wie das "tapfere Schneiderlein" wären: "Er hat immer eine Lösung gefunden." Auch sei man keine "Petze", wenn man sieht, dass jemand englisch einkauft, also klaut, diesen Dieb sofort zu melden. "Man ist dann Augenzeuge" und das ist wichtig, erklärte Kommissar Claus. Wie man sich richtig verhält, wenn ein "guter Onkel" auf den Spielplatz kommt und ein Kind mit verschiedensten Verlockungen auffordert mitzukommen, erläuterte Claus weiterhin. "Es gibt da ein Zauberwort und das heißt: Nein!" Ebenso sei es verboten, dass sich Erwachsene in der Öffentlichkeit ausziehen oder das von einem Kind verlangen. "Ich darf über meinen Körper selbst bestimmen", zeigte Claus unmissverständlich auf.
Dass sich ein Kind bei Problemen zuallererst den Eltern anvertraut, hält der Meisterdetektiv dabei für absolut wichtig. "Leider sind sexueller Missbrauch, Entführungen und andere an Kindern begangene schwere Straftaten keine Ausnahmefälle. Wir wollen Kinder auf mögliche Gefahren vorbereiten und mit ihnen trainieren, wie man sich richtig verhält", so Claus zum Anliegen der Veranstaltung.

Vogtland-Anzeiger 03.06.2008 (Text: Antje-Gesine Marsch)



Kinder zeichnen mordsmäßig gut
Mal- und Zeichenwettbewerb / Jury der "Ostdeutschen Krimitage" prämiert

Netzschkau Ein Gewimmel und Gewusel herrschte gestern im Netzschkauer Schloss. An die 100 Kinder aus verschiedenen Grundschulen holten sich ihre Preise ab, die sie sich bei der Teilnahme am Malwettbewerb innerhalb der Ostdeutschen Krimitage" redlich verdient hatten.
Insgesamt 200 Kinder machten beim Wettbewerb mit: Sie malten, bastelten Collagen, übten sich in Drucktechniken. Thematisch ging es um das große Thema Kriminalität und Diebstahl. Zwischen den Ehrungen zeichnete der Mylauer Grafiker Jörg Halsema lustige Comics für die Kinder: Micky Mouse, Sponge Bob und andere Trick-Helden.

Vogtland-Anzeiger 30.05.2008 (Text: vub)



Mordsmäßiger Muttertag mit Musik

Lesung nicht nur für Mütter - Vergnügliche Veranstaltung im Netzschkauer Schloss anlässlich der 3. Ostdeutschen Krimitage

Netzschkau - Nein, Mordgedanken kamen bei den Besuchern der Veranstaltung am Pfingstsonntag im Netzschkauer Schloss sicher nicht auf. Höchstens Mords-Gaudi. Obwohl mit dem „Mords Muttertag" die erste vogtländische Veranstaltung innerhalb der 3. Ostdeutschen Krimitage stattfand, avancierte die perfekte Mischung aus virtuosen Klängen der leichten Muse und literarischen Einlagen zu einem eher gefahrlosfriedlichen Erlebnis - nicht nur für Mütter.
Das Joplin-Quartett der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach und der Leipziger Autor U.S.Levin gestalteten in dem romantischen Schlossambiente vor zahlreichen Gästen einen höchst vergnüglichen Nachmittag. Heitere und beschwingte Musikstücke, wie die „Humoreske" von Antonin Dvorak oder „Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß untermalten die ebenso humor

voll wie schelmischen literarischen Ergänzungen des sächsischen Autors.
„Ein Streichquartett - das passt", so Levin. Schließlich seien die Politiker, die er oft und gern aufs Korn nimmt, auch „Streicher" - nur eben „taktlose". Unter dem Thema „Gangster, Gauner und Ganoven", las der Autor einige Glossen. Mit „Geld winkt nicht" oder „Ein schlüpfriges Hobby" präsentierte er diese erstmalig vor Publikum, wobei er keinen Hehl daraus machte, dass er die „Vorstands-Obersten" für weitaus gefährlicher als die „kleinen Ganoven" hält.
Im zweiten Teil trug der Leipziger Autor einige Passagen seines Buches „Ich bin nüchtern, aber in Behandlung“ vor. Er widmet sich darin den körperlichen Leiden eines Menschen über die Vierzig. „Wenn Du mit 40 aufwachst und keine Schmerzen hast, bist du tot!“, schlussfolgerte Levin, der fortan seiner „gewinnorientiert arbeitenden Krankenkasse ein

Dom im Auge“ ist. Doch nimmt er es heiter: „Lieber Zucker im Blut, als Salz in der Niere." In bissiger Art brach er anschließend eine Lanze für seinen Zahnarzt. „Für mich ist er wie ein texanischer Westemheld - er zieht schnell!“
Übrigens erachtet der Humorist die Wahl eines „Dentalfetischisten“ für wichtiger, als die des Ehepartners. Im letzten Leseteil widmete sich Levin mit „Ohne Hürde zur Doktorwürde“ dem zunehmenden Ärztemangel in Deutschland. Mit kritischem Blick und herrlich sächsischem Hintergrundhumor las er die gleichnamige Erzählung aus dem Buch „Eiterherd ist Goldes wert“.
Und da Lachen bekanntlich die beste Medizin ist, bekam an diesem herrlichen Sonntagnachmittag jeder Zuhörer seine ganz persönliche Dosis verabreicht. „Sehr amüsant und unterhaltend", befand Andrea Pfeifer aus Netzschkau, die - natürlich mit ihrer Mutter - die Veranstaltung besuchte.

Vogtland-Anzeiger 14.05.2008 (Text: Antje-Gesine Marsch)



Mark Benecke in Chemnitz

Nachdenken ist das Schlimmste, was man machen kann! Diese Behauptung erntete   wie so viele Aussprüche Mark Beneckes am Mittwochabend im André-Gymnasium in Chemnitz viel Gelächter. Der weltbekannte Kriminalbiologe aus Köln war im Rahmen der Krimi-Tage zu Besuch im Osten und zeigte Fotos von den blühenden Landschaften des Westens Hecken und mit Blumen geschmückte Torbögen.

Mit Idylle hatte der weitere Verlauf des Abends jedoch weniger zu tun. Zunächst entführte der Kriminalbiologe die Anwesenden in seine mit Bedeutung überfrachtete Welt. Mark Benecke stößt ständig auf Spuren, für die wir als Normalbürger blind sind. Auf dem Weg von seinem Zuhause in Köln nach Sachsen fotografierte er Graffiti und Straßenschilder: Zeichen, die entweder zu klein oder zu groß sind, versehentlich zerstört wurden oder scheinbar überhaupt nicht da sind. Dennoch: Wenn man auf den objektiven Sachbeweis baut, sind sie auffindbar. Was unterhaltsam startete, ging düster weiter. Die Anwesenden durften das Vortragsthema selbst wählen. Es ging um die Fälle von zwei Kindermördern einer heißt Bartsch und kommt aus Deutschland, der andere heißt Garavito und ist aus Kolumbien. Vielmehr unterscheidet die Mörder nicht, sie sind beide homosexuell, pädophil und sadistisch. Im Verlauf des Abends erhielten die Zuhörer Einblicke in die krankhaften Psychen der Verbrecher, die kleine Jungen zuerst mit Geld oder Süßem köderten und dann grausamste Dinge mit ihnen anstellten. Am Schluss wurden die Kinder ermordet und einfach liegen gelassen.

Bekannt ist Mark Benecke besonders für seine Methoden, anhand von kleinsten Kriechtieren, Kriminalfälle zu lösen. Doch am Mittwochabend ging es nicht um Biologie, sondern um Psychologie. Mark Benecke kennt typische Charakterzüge von pädophilen, sadistischen Serienmördern: Sie verhielten und kleideten sich unauffällig, hätten keinerlei Empathie und seien bauernschlau. Die krankhaften Charakterzüge seien unveränderlich und setzten sich nicht nur aus Umwelteinflüssen, sondern auch aus genetischen Bedingungen und Konditionierung zusammen. Die Täter selber wüssten nicht, warum sie so sind, wie sie sind.

Manch einer unter den Anwesenden hätte sich wohl lieber dem Ekel von Maden ausgesetzt, statt sich vorzustellen, dass der Nachbar, der immer so freundlich ,Guten Tag!‘ sagt, ein Serienmörder sein könnte. Man will das geschilderte Grauen von sich fernhalten es ist unvorstellbar. Gleichzeitig fängt es an, im Kopf zu rumoren: Wie kann es sein, dass Menschen so böse sein können, ist das Schlechte in jedem von uns verankert?

Auch dem Kriminalbiologen selbst muss das Erlebte zu schaffen machen. Sonst würde er sich nicht so hart geben in schwarzer Kluft, von Tattoos bedeckt und mit klirrendem Metall am Gürtel und ständig den Satz von sich geben: Ist mir doch egal.

Freie Presse 09.05.2008 (Mira Fischer)



Lektion beim „Madendoktor“

Ein ziemlich bunter Vogel mit wissenschaftlichem Anspruch hat bei den Ostdeutschen Krimitagen am Dienstagabend sein Publikum im historischen Pathologie-Hörsaal des Heinrich-Braun-Klinikums mit Berichten aus der Praxis buchstäblich gefesselt. Mark Benecke (37) war zum zweiten Mal in Zwickau
zu erleben. Anhand von Projektionen und Modellen (im Bild: eine Plastik-Made) demonstrierte Benecke, wie er etwa im Fall einer Leiche, die in einer Biotonne gefunden wurde, den mutmaßlichen Hergang des Ablebens rekonstruiert. Seine Aufmerksamkeit gilt aber auch den Lebenden: Was ihm
im fast leeren „Geisterzug nach Zwickau“ aufgefallen war, enthielt er seinen 150 Gästen nicht vor. Viele waren bereits voriges Jahr gekommen. Beneckes Tätowierungen sind ein Kapitel für sich: Eine zeigt zum Beispiel die Unterschrift
von Helge Schneider. (pstp/ros)

Freie Presse 08.05.2008 (Petra Steps)



Mit halben Kurzkrimis die Leselust geweckt

Ein "Mords-Beginn" für 3. Ostdeutsche Krimitage -
Zwei "Freie Presse"-Redakteure auf Abwegen

Zwickau. Absonderliches dürfte sich am Freitagabend vielerorts in Zwickau zugetragen haben: Menschen greifen zu ein und dem selben Kurzgeschichtenband und lesen darin. Und beginnen mitten in einer Geschichte statt am Anfang.
An diesem eigenartigen Verhalten dürfte man die Besucher von "Mords-Beginn" erkannt haben, der Auftaktveranstaltung der 3. Ostdeutschen Krimitage, die mit der Vorstellung des Sammelbandes "Mords-Sachsen 2" im Autohaus Lueg das Wochenende einläutete.
Rund 150 Freunde spannender Literatur mit kriminellem Einschlag waren ins Autohaus gekommen, um sich von den "Schreibtischtätern" Beate Baum, Ralf Alex Fichtner, Johannes Fischer, Jan Flieger, Romy Fölck, Herausgeberin Claudia Puhlfürst, Uwe Schimunek, Maren Schwarz, Franziska Steinhauer sowie Katrin und Mario Ulbrich Kostproben aus ihren Beiträgen zur jüngst im Gmeiner Verlag erschienenen zweiten sächsischen Krimi-Anthologie vorstellen zu lassen. Was allerdings hieß: Nur wenige Autoren lasen ihre Geschichte bis zu Ende. Was das anschließende Leseverhalten der Besucher erklärt. Vielfältig die Autoren, vielfältig ihre Themen: Da wird einem Förster sein Hang zur Jagd von "Wild" auf Frauenbeinen zum Verhängnis, da wandelt ein junger Judoka seinen sportlichen Ehrgeiz zu krimineller Energie, da dreht eine graue Büromaus, die Betrug wittert, den Spieß um, da gerät ein sozialpädagogisches Campingprojekt zum Desaster.
In drei Gruppen lasen je drei Autoren je zweimal parallel in separaten Räumen. Das Publikum hatte die Qual der Wahl, was zugleich aber den Vorteil hatte, dass auch die zwischen einem großen Vortragssaal und einer Lesung in etwas intimerem Kreis gegeben war.
Mit Johannes Fischer und Mario Ulbrich befanden sich unter den Lesenden auch zwei Mitglieder der "Freie Presse"-Redaktion. Zwar ist Ulbrich, bis zum Jahr 2000 Lokalredakteur der "Freien Presse" in Zwickau, seither im Ressort Regionales tätig, mit seinen Büchern über die "Männer vom Revier Tief-Ost" ein gestandener Schriftsteller. Das Ersinnen von Krimis aus dem eigenen lokalen Milieu hält er dennoch für schwierig: "Ich schreibe zurzeit an einer Geschichte, die direkt vor meiner Haustür spielt. Da glaubt man, alles zu kennen und meint leicht: Was Du da schreibst, gibt es doch hier gar nicht! Das nimmt dir doch kein Mensch ab!" Da helfe es nur, selbstbewusst zu bleiben und die eigene Geschichte so, wie man sie schreiben will, durchzuziehen.
Johannes Fischer, Vize-Chefredakteur der "Freien Presse", empfiehlt angehenden Krimiautoren Zeitungslektüre als Inspiration. Er selbst hatte die Idee zu seiner Geschichte daher bezogen. Freude am Formulieren tue dannein Übriges.

Die Bände Mords-Sachsen 1 und 2 sind im "Freie Presse"-Shop erhältlich.
www.mordssachsen.de

Freie Presse 27.04.2008 (Text: Torsten Kohlschein)



Mit Blick in eine Gefängniszelle

Kriminalität ist Thema einer Schau im Schloss Netzschkau

Steffen Claus

Netzschkau. Ein Blick in die Geschichte der Kriminalität sowie deren Aufklärung ist den Gästen zurzeit im Netzschkauer Schloss gestattet. Polizeihauptkommissar Steffen Claus hat für die Sonderausstellung ein Sammelsurium an Folterinstrumenten, Tatwerkzeugen und Polizeiausrüstung zusammengetragen. Zudem gibt es Dokumentationen zu kuriosen Kriminalfällen.
Hinzu kommen das Inventar einer alten Gefängniszelle sowie ein Tatort mit zerschossener Autotür. Schaufensterpuppen sehen aus wie Sherlock Holmes oder ein preußischer Schutzmann mit Pickelhaube. Zu den ältesten Exponaten gehören mittelalterliche Halseisen, Peitschen, Hand-'und Fußfesseln und ein Stachelhalsband. Zu bestaunen gibt es aber auch eine Verhör-Lampe und eine Stasi-Kamera der Marke Pentacon.
Die Ausstellungsstücke stammen aus dem Kriminalpanoptikum Aschersleben sowie aus der Privatsammlung von Steffen Claus. Die Schau ist bis zum 15. Juni zu bestaunen und der Auftakt für den vogtländischen Teil der 3. Ostdeutschen Krimitage. Es sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, unter anderem ein Aktionstag am 30. Mai, bei dem es um Kriminalprävention geht.

SERVICE
Das Schloss Netzschkau ist sonnabends, sonntags und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind nach Vereinbarung unter Telefon 03765 390136 oder 0177 3051990 möglich.

Freie Presse 25.04.2008 (Text: Petra Steps)



Idyllische Landschaften als mörderische
Kulisse für blutige Ereignisse

Das Sterben geht weiter: 20 neue (literarische) Fälle aus Sachsen - Herausgeberinnen Claudia Puhlfürst und Petra Steps entpuppen sich als „Serientäterinnen"

Morgen beginnen in Zwickau unter dem Motto „Mordssachsen" die 3. Ostdeutschen Krimitage. Ein neuer Sammelband macht die Täter dingfest.

Zwickau. Blutig geht es in Sachsen zu. Sehr blutig manchmal. Denn die 20 Autoren, die sich für den neuen Band „Mordssachsen 2“ spannende Fälle ausdachten, lassen es zum Teil sprichwörtlich krachen. Da zersplittern Schädel, brechen Genicke, Raten fressen Leichen auf, und Kinder bringen andere Kinder um.
Genau ein Jahr nach dem Erscheinen der Anthologie „Mordssachsen" entpuppen sich die Herausgeberinnen Claudia Puhlfürst und Petra Steps als literarische Serientäter. Und selbst eingefleischte Sachsen müssen zugeben, vom erzgebirgischen Hochmoor am Kranichsee noch nie etwas gehört zu haben. Zumindest bis zu jenem Tag, als Mario Ulbrich dort (schriftstellerisch) ein wahres Blutbad anrichtet. Der „Freie Presse"-Redakteur ist mit seiner Geschichte von fünf psychisch kranken Männern und deren zwei Therapeuten definitiv nichts für schwache Nerven. Denn die Geschichte um das sozialpädagogische Projekt „Die Winterer" bleibt spannend bis zu den letzten, nochmals überraschenden Zeilen.
Es gibt Dinge, die wollen sich Menschen nicht vorstellen, auch nicht Polizeibeamte. Doch Autor Johannes Fischer spannt diesen Faden trotzdem weiter. Kinder als mordende Monster? Der stellvertretende Chefredakteur der „Freien Presse" macht aus dem Unvorstellbaren einen Krimifall. Seine Hauptfigur: Ein netter Junge, der weder geschlagen, noch sexuell missbraucht wird und trotzdem eine dunkle Seite entwickelt, die das Unvorstellbare letztlich möglich macht.
Chemnitz, Zwickau, das Vogtland, der Cospudener See - „Mordssachsen 2" ist ein Streifzug durch den Freistaat. Immer wieder beschreiben die Autoren wunderschöne Landschaftsstriche, in denen grausame Dinge geschehen. Beate Baum entführt ihre Leser in die sächsische Schweiz. Doch die saftigen grünen Wiesen inmitten der dörflichen Idylle vermitteln einen falschen Eindruck. „Das perfekte Dinner" wird ganz und gar kein gemütliches Essen. Es wird eine unfreiwillige Fahrt in die Vergangenheit, die für einen tödlich endet.
Doch bei all den morbiden Ereignissen, es gibt auch Fälle, die gut ausgehen. Autorin Katrin Ulbrich löst ihren Fall „Verliebt, verlobt, vermisst" mit viel weiblicher Intuition zwar blutlos, aber keineswegs gewaltlos. Claudia Puhlfürst beweist mit ihrem „Schlachtfest", dass viele Dinge, die im ersten Moment klar erscheinen, doch nicht so sind.
„Mordssachsen 2" ist ein einzigartiger Streifzug durch den Freistaat, bei dem Krimi-Fans auf ihre Kosten kommen. Wer zusätzlich die „Tatorte" besichtigen will, findet genügend Anregungen für touristische Ausflüge der besonderen Art.

Die Krimitage
Informationen zum weiteren Programm:
@ www.mordssachsen.de

Freie Presse 24.04.2008 (Text: Grit Strietzel)



Mordsschatten über Zwickauer

Kragen hoch: Morgen beginnen die 3. Ostdeutschen Krimitage

Zwickau. Schlimme Gedanken, grausige Ideen, düstere Phantasien -die Mords-Sachsen sind wieder da und ziehen Krimifreunde in ihren Bann. Mit dem zweiten Band der „Mords-Sachsen“, einer Sammlung von Kriminalgeschichten aus heimischen Gefilden, werden morgen um 19 Uhr im Autohaus Lueg an der Schubertstraße die 3- Ostdeutschen Krimitage eröffnet.
Die Tatorte der Krimitage überziehen wie ein Spinnennetz den Freistaat. Auf dem Dresdener Elias-und dem Johannis-Friedhof werden am 2. und 17, Mai Gruselgeschichten vorgetragen, in Bad Elster wird am 23. Mai ein „Mords-Dinner" serviert. Auch in Zwickau sind mehrere Veranstaltungen geplant. So gibt am 6. und 7. Mai der bekannte Kriminalbiologe Mark Bennecke im historischen Pathologie-Hörsaal des Heinrich-Braun-Krankenhauses
neue Einblicke in sein etwas abseitiges Fachgebiet. Im Landgericht zelebrieren die Autoren Romy Folck, Frank DÖrfelt und Günther Zäuner am 20. Mai einen „Mords-Abend". Den Abschluss der Krimitage bildet am 14. Juni die 3. Sächsische Kriminacht im Netzschkauer Schloss.
Der erste Mords-Sachsen-Band war 2007 erschienen und im Sommer als Zeitungsroman komplett in der „Freien Presse“ abgedruckt worden. Der Erfolg des von Claudia Puhlfürst herausgegebenen Buches wie auch der von Puhlfürst und Petra Steps organisierten früheren Krimitage hat aus beiden Krimi-Enthusiastinnen Serientäter gemacht. (ros)

Freie Presse 24.04.2008 (Text: ros)



Im Schloss Netzschkau das Gruseln lernen

Netzschkau Das Netzschkauer Schloss hat seinen Winterschlaf beendet die neue Ausstellungs- und Veranstaltungssaison beginnt heute. Interessantes gibt es über das Adelsgeschlecht von Schönburg-Glauchau, das vor 150 Jahren das Schloss erworben hat, zu erfahren.
Richtig kriminell wird es am 19. April mit der Mordsausstellung" des sachsen-anhaltinischen Polizeihauptkommissars Steffen Claus, der das Schloß zu einem Tatort umgestaltet. Das ist im Vogtland der Auftakt der Sächsischen Krimitage Mordssachsen" die bisher dritte Auflage.
Das Schloss Netzschkau ist einer der Haupt-Tatorte der diesjährigen Krimitage. Steffen Claus will die Vogtländer mit gezeigten Folterinstrumenten, Kerkerutensilien, mit Gaunern und Ganoven, Abhandlungen zu Aberglaube, Hexen und Dämonen, kuriosen Kriminalfällen und gesuchten Verbrechern das Gruseln lehren. Am 30. Mai gibt es im Rahmen dieser Ausstellung einen Aktionstag mit Steffen Claus.
Nach einer Kinderveranstaltung referiert der Polizist vor Eltern und Lehrern zum Thema "Wenn Kinder Opfer werden". Auch wartet man an jenem Tag mit der Familienveranstaltung Märchenwald" und am Abend mit erotischen Lustmördern auf. Einen Mords- Muttertag gibt es am 11. Mai. Zu dem literarisch-musikalischen Nachmittag unterhält das Joplin-Quartett der Vogtland-Philharmonie der Leipziger Autor U. S. Levin liest.
Zum wiederholten Male werden Grundschüler aus dem Vogtland, Zwickauer und ergebirgischen Raum aufgerufen, am Mal- und Zeichenwettbewerb zum Thema Den Tätern auf der Spur" mitzumachen. Zeichnungen können noch bis zum 20. April eingereicht werden.
Das Finale der Sächsischen Krimitage geht mit einer mordsmäßigen Nacht im Netzschkauer Schloss über die Fechtboden-Bühne. Krimiautoren aus Mordssachsen 2" stellen ihre Kurzgeschichten vor. Unser Ziel ist, das Schloß Netzschkau weithin bekannt zu machen.
Das ist uns durch die Krimi-Veranstaltungen recht gut gelungen", so Petra Steps vom Förderverein. Sie ist eine der Krimi-Autoren Mordssachsen 2". Ihre Kurzgeschichte handelt, wie sollte es anders sein, am Schloss Netzschkau. Weitere Krimi-Höhepunkte gibt es im Kurhaus Bad Elster (Krimi-Dinner, 24. Mai), Landwüst (7. Juni: der Treuener Christoph Krumbiegel liest) oder eine Lesung am Amtsgericht Auerbach (5. Juni).

Vogtland Anzeiger 07.04.2008 (Text: cze)



Mords-Sachsen 2

Zwanzig Autoren faszinieren den Leser mit heimtückischen Vebrechen, geheimnisvollen Orten, raffinierten Tätern und unvorstellbaren Abgründen des literarisch düsteren Sachsen. Der "2. Fall" der Anthologie mit sächsischen Kriminalgeschichten bom "Perfekten Dinner" bis zum "Tödlichen Idyll" versprichte den Krimi-Seelen viel Spannung, denn auch Horst Bosetzky, bekannt aus der Lesereie "DIE Krimis", ist dabei und liest aus seiner "Mittagsfrau".

Stadtstreicher April 2008


 


Es wird weiter gemordet

Am Freitag, 25. April, lädt das Autohaus LUEG wieder zum „Mords-Freitag" ein: Denn um 20 Uhr wird im Haus an der Zwickauer Schubertstraße die Eröffnungsveranstaltung der 3. Ostdeutschen Krimitage stattfinden.
Bereits zum zweiten Mal werden die Krimitage bei LUEG eröffnet. 2007 erlebten zahlreiche Besucher dabei die Ehrung der Autoren der Anthologie „Mords-Sachsen 1". 2008 ist nun die l Fortsetzung „Mordssachsen 2" erschienen - und auch die Autoren und LUEG setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Sachsens literarisch-düstere Seiten - versammelt in 20 Kurzgeschichten, die an den verschiedensten „mörderischen“ Schauplätzen des Freistaates spielen - werden den Gästen des „Mords-Freitags 2008" bei LUEG präsentiert.
Die Autoren faszinieren den Zuhörer mit heimtückischen Verbrechen, geheimnisvollen Orten, raffinierten Tätern und gefährlichen Abgründen der menschlichen Natur. So verschieden wie die Autoren, so vielfältig sind die Geschichten. Sie stecken voller Spannung und Überraschungen. Sie lassen den Leser nicht los - dramatisch, ironisch, zum Schmunzeln, gruselig, zum Mit-Raten: für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Die literarischen Reisen in
„Mords-Sachsen 2" führen nicht nur in die Metropolen Leipzig, Dresden und Chem-nitz, sondern auch nach Meißen, Zwickau, Görlitz, Döbeln, Hohenstein-Ernstthal, in die Lausitz, die Sächsische Schweiz, das Westerzgebirge oder das Vogtland.
Wer also Krimiautoren einmal live erleben möchte, sollte auf keinen Fall den „Mords-Beginn" im Autohaus LUEG in Zwickau verpassen. Die Mords-Geschichten werden die Zuhörer faszinieren, in den Pausen besteht die Möglichkeit, mit den Autoren ins Gespräch zu kommen, einen kleinen Snack am Büfett zu sich zu nehmen oder die Bücher signieren zu lassen. Der Eintritt ist wie immer frei.

Mercedes Zeitung, April 2008



Abgründe in Häppchen

Was hat Lucas Cranachs „Quellnymphe am Brunnen“ im Leipziger Bildermuseum mit einer hübschen Kellnerin im Thüringer Hof zu tun? Welche Rolle spielt der Schriftsteller Walter Kempowski nach seinem Tod in einem Kriminalfall an der Universität der Messestadt?
Fragen, die mysteriös, aber auch spannend klingen. Und die damit zu einer Neuerscheinung passen, die Leipzig, Dresden, Chemnitz, das Erzgebirge oder die Lausitz von einer mörderischen Seite zeigen: Mordssachsen 2.
Vor genau einem Jahr, zur Buchmesse, brachten Claudia Puhlfürst und Petra Steps mit Mords-Sachsen eine Sammlung von Krimi-Kurzgeschichten heraus. Die Storys, von erfahrenen Profis und pfiffigen Neulingen verfasst, hatten sich in einem Wettbewerb durchgesetzt. Und erwiesen sich als so erfolgreich, dass jetzt eine Nachfolge-Anthologie erscheint. „Sachsen morden weiter....“, heißt deren Untertitel.
Fantasie, schwarzer Humor, genaue Kenntnisse der lokalen und regionalen Geschichte sind die Zutaten, aus denen 20 Autorinnen und Autoren, darunter die Herausgeberinnen selbst und die Leipziger Jan Flieger, Henner Kotte und Steifen Mohr, heimtückische Verbrechen schildern, das Abgründige im sächsischen Naturell aufzeigen und bekannte Plätze aus krimineller Sicht beleuchten.
Das ergibt einen gruseligvergnüglichen Lesespaß in appetitlichen Häppchen. Auch wenn die Logik gelegentlich der Pointe geopfert wird. Dass die Aufsicht einen Besucher mit spitzem Stockschirm ins Museum lässt, dürfte im wirklichen Leben kaum vorkommen.

Leipziger Volkszeitung 11.03.2008 (Text: Hartwig Hochstein)



Heimische Heimtücke in 20 Spielarten

Zwickau. Sachsen gelten gemeinhin zwar als helle und höflich, aber auch als heimtückisch. Literarische Beispiele für letaleren Wesenszug gibt der von der Zwickauer Kriminalautorin Claudia Puhlfürst und ihrer Netzschkauer Kollegin Petra Steps herausgegebene, 37 Seite starke Sammelband "Mords-Sachsen 2" der jetzt im Gmeiner Verlag erschienen und in der Geschäftsstelle der "Freien Presse" für 9,90 Euro erhältlich ist.
Der erste Mords-Sachsen-Band, erschienen vor einem Jahr und im Sommer als Zeitungsroman komplett in der „Freien Presse" abgedruckt, erwies sich als so erfolgreich, dass die Nr. 2 bald nur eine Frage der Zeit war. Geblieben ist das Konzept: 19 Autoren aus Sachsen, gebürtig oder zugereist, haben sich Kurzkrimis ausgedacht, deren Schauplätze - siehe Titel - in allen Teilen des Freistaates liegen. 20. Autor und Ehrengast: der Berliner Schriftsteller Horst Bosetzky, Jahrzehnte als Krimiautor nur unter dem Pseudonym "-ky" bekannt.
Hat auch Herausgeberin Claudia Puhlfürst mit ihren Romanen um ein Zwickauer Detektivduo normalerweise die Schumannsstadt für sich gepachtet, verlegt sie sich diesmal auf die Gegend um Hohenstein-Emstthal, wo ihre Geschichte mit dem viel versprechenden Titel "Schlachtfest" spielt. Dafür spießt der Zwickauer Journalist Frank Dörfelt seine Nadel auf der Sachsenkarte in die Muldestadt. Im Mittelpunkt seiner Geschichte steht ein Richter, der sich mit seiner Welt im Reinen wähnt, aber eines Nachts an seinem Arbeitsplatz in Zwickaus Landgericht erlebt, dass er irrt. Ein spannendes literarisches Kabinettstück, ebenbürtig der tödlichen Begegnung, die Dörfelt im ersten Band im Schloss Osterstein ansiedelte. Aber auch zwei Vertreter der "Freien Presse" haben ihre Beiträge geleistet. So erzählt Mario Ulbrich, bis 1999 Zwickauer Lokalredakteur und jetzt im Regionalressort tätig, in seiner Geschichte "Winterer“ von einem sozial pädagogischen Camping-Projekt im Erzgebirge, das in einem blutigen Desaster endet und dessen Lektüre nichts für Leser mit schwachen Nerven ist, Ulbrich dazu: „Die Geschichte beruht auf einem Artikel in der "Freien Fresse“. Da wurde genau so ein Projekt beschrieben- Ich habe mir die Leute auf dem Foto angesehen und mich gefragt: "Was würde passieren, wenn die jetzt durchdrehen? Der Rest war ein Selbstläufer."
Zwischen Werdau und Chemnitz ist die Geschichte „Ippon" von Johannes Fischer, Vize-Chefredakteur der "Freien Presse", angesiedelt. Er widmet sich dem unsportlichen Verhalten, zu dem Sportler im Kindesalter fähig sind, die mit allen Mitteln um die Anerkennung ihrer ehrgeizigen Eltern kämpfen. Auch Fischer nahm die Inspiration für seinen ersten fiktionalen Text aus dem Leben: "Vier meiner Kinder betreiben Judo, und daher kenne ich die Atmosphäre bei den Wettkämpfen - eine Mischung aus Fairness und sehr großem Ehrgeiz. Ich habe das in mein er Geschichte allerdings etwas übertrieben", gibt er zu.

Mords-Sachsen

 

Freie Presse 27.02.2008 (Text: Torsten Kohlschein)



Geschichten über "Mords-Sachsen"

Netzschkau (rw.) Sachsens Schreibtischtäter sind wieder sehr aktiv. Das Ergebnis ist die Krimi-Anthologie „Mords-Sachsen 2". „Diese Anthologie beinhaltet 20 Kurzgeschichten, die alle in Sachsen spielen, an Orten und zu Ereignissen, die es tatsächlich gibt", erklärt Herausgeberin Claudia Puhlfürst. Die niedergeschrieben Episoden sind fiktiv und doch kann man die Tatorte von Netzschkau bis Leipzig besuchen und sich in das kriminelle Geschehen selbst hineinversetzen. Das Besondere ist, dass jeder Autor seine Art hat zu schreiben. Diese Vielseitigkeit schätzt Puhlfürst. Für die Leser verspricht das jede Menge Spannung. So gibt es zum Beispiel das „Schlachtfest". Diese Geschichte, die in Hohenstein-Emstthal spielt, hat Claudia Puhlfürst selbst geschrieben. „Der Titel klingt schlimmer, als es wirklich ist", lacht die Autorin. „Inspirieren lasse ich mich oft von authentischen Sachen, aber auch von Filmen." In diesem Fall war es der Film „Das Fenster zum Hof". Mitherausgeberin Petra Steps hat eine Geschichte geschrieben, die im Netzschkauer Schloss spielt. Auf der Leipziger Buchmesse, 13.-16. März, wird das mörderische Gesamtwerk präsentiert. Fans dürfen sich schon heute auf die 3. Ostdeutschen Krimitage im April freuen.
Beide Bände über die „Mordssachsen" sind in der Geschäftsstelle der Freienpresse erhältlich.

Blick 27.02.2008 (Text: Ralf Wendland)



Neuer Krimi aus Sachsen erschienen

Sie kanns nicht lassen, ist eine Wiederholungstäterin. Die Zwickauer Krimi-Autorin Claudia Puhlfürst (45, "Rachegöttin") hat einen neuen Band mit Krimierzählungen herausgegeben. Nach dem Erfolg von "Mords-Sachsen" versammelt auch "Mords-Sachsen2" wieder raffinierte Erzählungen von 20 Kriminalschriftstellern. Die Besonderheit: Alle Geschichten spielen im Freistaat.

Bild 21.02.2008


 

 

 
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